SGW: Starker Auftritt trotz Turbulenzen

Die Partie im Grenzlandstadion war ausgesprochen zweikampfbetont. Unser Bild zeigt Emre Yesilova , der regelwidrig gestoppt wird. Foto: Peter Mohr
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Von Auflösungserscheinungen oder Untergangsstimmung war bei den Regionalligakickern der SG Wattenscheid 09 am Samstag nichts zu spüren. Die Toku-Truppe holte bei der U23 von Borussia Mönchengladbach ein 0:0 und steht damit sportlich weiterhin über dem Strich.

Ob diese Partie noch einen realen Wert für die Zukunft hat, steht noch in den Sternen. In den nächsten Tagen wird Aufsichtsratschef Oguzhan Can entscheiden, wie und ob es an der Lohrheide in dieser Saison weiter geht. Am Sonntag stehen richtungsweisende Gespräche an.
Aus dem Fanlager ist bereits eine Unterschriftenaktion gestartet worden. Das Ziel: Eine kurzfristige Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.
Sportlich können sich die Lohrheidekicker nichts vorwerfen. Zwar reichte es wie schon zuletzt gegen Verl und in Straelen „nur“ zu einem Remis, aber die gezeigte Leistung im Rheydter Grenzlandstadion verdient Respekt. Über die volle Spielzeit lieferte die SGW gegen den Borussen-Nachwuchs eine Partie auf Augenhöhe ab – mit Vorteilen nach dem Seitenwechsel.
Bei den 09ern, die ohne den gesperrten Matthias Tietz und den grippegeschwächten Berkant Canbulut antraten, gab Chang Kim sein Startelfdebüt, und Steve Tunga nahm auf der „Sechs“ den Platz von „Matze“ Tietz ein und zeigte eine starke Leistung.
Die Anfangsphase war von großem gegenseitigen Respekt geprägt, so dass kaum zwingende Torchancen zu sehen waren. Gladbachs Mustafic schaffte in der 14. Minute mit einem Distanzschuss die erste nennenswerte Torannäherung. Nach einer knappen halben Stunde helle Aufregung unter den rund 100 mitgereisten Wattenscheider Fans. Drittligareferee Mitja Stegemann hatte ein klares Handspiel im Gladbacher Strafraum übersehen. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurden die Hausherren dann deutlich aktiver, und gleich zweimal musste Schlussmann Edin Sancaktar gegen Mike Feigenspan (33. + 41.) klären.
Der 09-Schlussmann stand auch kurz nach Wiederbeginn im Mittelpunkt, als er einen abgefälschten Distanzschuss noch von der Linie kratzte. Danach übernahm die Toku-Truppe dann das Kommando. Nach schöner Vorarbeit von Chang Kim scheiterte Sebastian van Santen (55.) aus spitzem Winkel mit einer artistischen Einlage nur knapp. Acht Minuten später war es wieder ganz knapp, wieder fehlten nur einige Zentimeter. Nach einem Freistoß von Mael Corboz konnte Keeper Nicolas das Leder nur kurz abklatschen lassen, war aber im Nachfassen einen „Tick“ schneller am Leder als Noah Korczowski. Zwei Distanzschüsse von Emre Yesilova (68.) und Mael Corboz (85.) gingen knapp neben oder über das Tor. Die beste Möglichkeit bot sich dem eingewechselten Tyger Lobinger, der in der 82. Minute in den Strafraum eingedrungen war, aber in letzter Sekunde von Keeper Nicolas gebremst wurde.
Es war ein äußerst engagierter Auftritt der Truppe um Kapitän Nico Buckmaier gegen einen spielstarken Gegner. Das Remis war nach 90 Minuten ohne Zweifel ein gerechtes Resultat, das die 09er sportlich über dem Strich hält – trotz der überraschenden Auswärtssiege des Bonner SC und des Aufsteigers Kaan-Marienborn.

Sancaktar, Popovic, Korczowski, Schneider, Unzola, Tunga, Corboz, Buckmaier, Kim (59. Diallo), Yesilova (90. Dias), van Santen (74. Lobinger)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Tunga (22.), Buckmaier (45.)

Zuschauer: 394

Mehr Fotos in unserer Bildergalerie siehe

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