SGW: Teilerfolg in den Chaostagen

Julian Popovic stand im Mittelpunkt. Erst Torschütze, dann einen Strafstoß verursacht. Foto: Peter Mohr
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In den wenig erfreulichen Chaostagen an der Lohrheide hat die Mannschaft am Samstag eine gute Reaktion gezeigt und fuhr beim 2:2 gegen den SC Verl den fünften Heimzähler dieser Saison ein. Die Toku-Truppe rangiert damit zwei Punkte über dem „Strich“.

Trainer Farat Toku hatte nach dem Nachholspiel gegen den BVB-Nachwuchs kräftig rotiert. Berkant Canbulut gehörte gar nicht zum Kader, Adi Schneider, Jeffrey Obst, Matthias Tietz und Herve Unzola saßen nur auf der Bank. Den Platz zwischen den Pfosten hatte Edin Sancaktar nach überstandener Grippe wieder eingenommen.
„Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir hatten sehr viel Ballbesitz, und wenn Jeffrey Obst beim Spielstand von 2:1 das ,Ding' reinmacht, dann wären wir als Sieger vom Platz gegangen“, war sich Toku nach dem Spiel sicher.
Von einem „verkrampften Start“ sprach sein Verler Trainerkollege Guerino Capretti, der am Ende mit dem 2:2 „nicht unzufrieden“ war. In der ersten halben Stunde dominierten die Hausherren die Partie mit enorm viel Ballbesitz. Nach zehn Minuten wurde es gleich zweimal gefährlich vor dem Kasten der Ostwestfalen. Zunächst „rutschte“ ein Freistoß von Nicolas Abdat aus dem rechten Halbfeld durch den Fünf-Meter-Raum und ging nur haarscharf am „langen“ Pfosten vorbei, wenig später scheiterte Emre Yesilova aus kurzer Distanz.
Erst nach mehr als einer halben Stunde kam der SCV zu seiner ersten Großchance, doch Brosowski verzog seinen Kopfball aus kurzer Distanz. Danach wurden die Gäste aber deutlich aktiver und gingen in der 39. Minute durch ihr „Urgestein“ Matthias Haeder in Führung. Der 29-Jährige, der seit 2010 das Verler Trikot trägt, ließ die 09-Hintermannschaft wie Slalomstangen stehen und schob dann flach ein.
Unter Zuhilfenahme eines Verler Abwehrbeins gelang Sebastian van Santen drei Minuten später der Ausgleich. Der abgefälschte Schuss senkte sich unhaltbar für Schlussmann Brüseke ins Netz. Auch im zweiten Durchgang erwischten die Wattenscheider den besseren Start. Cellou Diallo passte am rechten Strafraumeck das Leder kurz auf Julijan Popovic, der sich drehte und dann mit seinem schwächeren linken Fuß ins lange Eck traf. Sein erstes Pflichtspieltor im SGW-Trikot.
In der 64. Minute dann die von Farat Toku bei der Pressekonferenz angesprochene Szene. Einen schnellen Konter über Emre Yesilova konnte der eingewechselte Jeffrey Obst nicht erfolgreich abschließen und scheiterte am SCV-Keeper.
Vier Minuten später stand der Ex-Leverkusener Popovic wieder im Mittelpunkt. Nach einem „zarten“ Trikotzupfer des 19-Jährigen zeigte Schiedsrichter Steffens auf den Elfmeterpunkt, und Routinier Müller ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen. Mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig, als das Leder nach einem Verler Eckball am Außenpfosten landete.
Eine respektable Trotzreaktion der Toku-Truppe auf dem grünen Rasen. Wie es an der Lohrheide (und wie lange noch) weiter geht, steht seit Freitag in den Sternen. Aufsichtsratschef Oguzhan Can hat der Mannschaft mitgeteilt, dass er kein privates Geld mehr in den Verein pumpen werde.

Sancaktar, Popovic, Lach, Korczowski, Abdat, Tunga (83. Tietz), Corboz, Diallo (58. Obst), Buckmaier (76. Lobinger), Yesilova, van Santen

Tore: 0:1 Haeder (39.), 1:1 van Santen (42.), 2:1 Popovic ( 57.), 2:2 Müller (68.)

Gelbe Karten: Abdat (36.), Diallo (43.) - Mikic (6.), Müller (78.)

Zuschauer: 316

Mehr Fotos unter https://www.lokalkompass.de/wattenscheid/c-sport/eindruecke-vom-sgw-spiel-gegen-verl_a1018647

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