SGW: Wut und Beschwichtigung

Der Einsatz von Kapitän Nico Buckmaier gegen den Wuppertaler SV ist noch fraglich. Foto: Peter Mohr
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Eine Mischung aus Wut und Beschwichtigung kennzeichnete in den letzten Tagen die Gemütslage von 09-Trainer Farat Toku - im Rückblick auf die Pokalpleite und in der Vorausschau auf die Partie am Samstag um 14 Uhr in der Lohrheide gegen den Wuppertaler SV.

Der unsäglich schlechte Auftritt am Mittwoch in der zweiten Runde des Westfalenpokals, als seine Mannschaft gegen den Dortmunder Landesligisten BSV Schüren mit 1:4 unterlag, ist nicht spurlos an Trainer Farat Toku vorbei gegangen.
„Alle Spieler haben den Anspruch, Regionalliga spielen zu wollen. Da gibt es nach so einer Leistung keine Ausreden. Unser zweiter Anzug passt nicht. Das war schlimm anzusehen", so Toku, der personelle Konsequenzen nicht ausschloss.
„Vielleicht müssen wir in der Winterpause den einen oder anderen Kaderplatz umbesetzen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei einigen Spielern weit auseinander", so der 36-Jährige, der am Mittwoch auf einige Leistungsträger - auch schon mit Blick auf das Wuppertal-Spiel - verzichtet hatte.
Nun bleibt nach dem enttäuschenden Pokalauftritt zu hoffen, dass die SGW gegen den starken Aufsteiger aus Wuppertal keine Auswärtsspielatmosphäre auf eigenem Terrain erleben muss. Die in sozialen Netzwerken geäußerte Verbitterung vieler 09-Fans nach dem blamablen Pokal-KO wird sich hoffentlich gelegt haben.
Mit Recht weist Toku, der das Pokal-Ausscheiden nicht beschwichtigen will, darauf hin, dass die Regionalligasaison bisher prima verlaufen ist. „Wir stehen traumhaft da und werden alles tun, um unseren Platz zu verteidigen", verspricht der SGW-Trainer.
Er freue sich auf das Spiel, denn „Wuppertal gehört einfach in diese Liga und ist eine Bereicherung." Der Traditionsverein vom Zoo erfreut sich nach dem Aufstieg und dem gelungenen Saisonstart eines großen Zuschauerzuspruchs in der Schwebebahnstadt.
Vor allem in der Offensive wirft der WSV mit Kapitän und Ex-Profi Gaetano Manno, Silvio Pagano, Kevin Hagemann und dem „klassischen Strafraumstürmer" Ercan Aydogmus jede Menge Qualität in die Waagschale.
Ob Farat Toku seine Wunschelf aufbieten kann, steht noch in den Sternen, denn der Einsatz der beiden Leistungsträger Manuel Glowacz (Oberschenkelprobleme) und Nico Buckmaier (Grippe) ist mehr als fraglich.
Da Fabio Dias (Kreuzbandriss) ohnehin noch lange ausfällt, sind vor allem im vorderen Bereich die Alternativen dünn gesät.
Für die Defensive könnte es in Kürze „Zuwachs„ geben. „Es sieht gut aus", meinte Coach Farat Toku zu den Bestrebungen, Kim Sané, den ältesten Sohn von 09-Publikumsliebling Sammy Sané, zurück an die Lohrheide zu holen. Der 21-Jährige war in der Regionalliga für Schalke 04 und zuletzt für den 1FC Nürnberg am Ball.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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