6. Ü65-QDM© 2018-2 (das Wiederholungs-Turnier)
Wachablösung bei den Ü65-Teams:

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Das Fußball-Ranglisten-Turnier
Quasi eine -inoffizielle- Deutsche Ü65-Meisterschaft (Ü65-QDM©)
Großfeld-Turnier 11:11
Ausrichter: SG Wattenscheid 09
Termin: Samstag, 24. November 2018

Die Endrunde
Kreisauswahl Höxter neuer inoffiz. Deutscher Fußball-Meister Ü65 (Großfeld 11:11)
Zur Wiederholung der Endrunde des Fußball-Ranglisten-Turniers um die inoffiz. Deutsche Ü65-Meisterschaft 2018, der Ü65-QDM© 2018 auf dem großen Feld, das aufgrund eines schweren gesundheitlichen Zwischenfalls eines Akteurs der Kreisauswahl Bochum im September 2018 abgebrochen wurde, trafen sich am Samstag, 24. November 2018, auf dem Kunstrasenplatz der Jugendabteilung der SG Wattenscheid 09 an der Berliner Str. in Bochum-Wattenscheid folgende Teams:

- Ü65-Kreisauswahl Siegen/Wittgenstein
Ü65- QDM©-Sieger Großfeld 2016 und 2017 und somit inoffiz. Deutscher Ü65-Meister Großfeld 2016 und 2017

- Ü65-Kreisauswahl Bochum
Ü65- QDM©-Zweiter Großfeld 2016 und 2017 und somit inoffiz. Deutscher Vizemeister Ü65 Großfeld 2016 und 2017

- Ü65-Osnabrück-Land
erstmalig qualifiziert

- Ü65-Kreisauswahl Höxter
erstmalig qualifiziert

Im Jugendheim der SG Wattenscheid 09 informierten sich die Spieler der vier Teams zunächst über die gesundheitliche Entwicklung des Betroffenen. Alle äußerten sich sehr erleichtert, als Sie erfuhren, dass dieser aufgrund der seinerzeit sofort ergriffenen Maßnahmen kompetenter Turnier-Teilnehmer, der unverzüglichen telefonischen Anforderung eines Notarztes, dessen wirksamer Sofort-Maßnahmen, eines schnellen Eingriffes in einem Gelsenkirchener Krankenhaus mit anschließender Verlegung in ein künstliches Koma etc., sich nunmehr nach bereits erfolgter Reha wieder bei bester Gesundheit befindet, sogar schon wieder Tennis spielt und kurzfristig auch wieder auf den Fußballplatz zurückkehren möchte.
Das Resümee des Betroffenen, der sich bei der Turnier-Leitung persönlich für die unverzüglichen Hilfeleistungen vieler Beteiligter bedankte und diesen Dank an die Teilnehmer ausrichten ließ, war froh zu sein, dass ihn das Schicksal bei einem Mannschaftssport getroffen und herausgefordert hatte und nicht bei der Vielzahl der bisher von ihm allein gefahrenen Fahrrad-Touren oder seiner einsamen Waldläufe. Ein Aspekt, den man ab einem gewissen Alter verstärkt beachten sollte.

Die vom Veranstalter, der SG Wattenscheid 09, primär vorgeschlagene vorläufige Turnier-Ordnung, die dem Leistungsvermögen von über 65-jährigen entsprechen, andererseits aber auch dem Anspruch einer Endrunde um eine inoffiz. Deutsche Meisterschaft gerecht werden muss, wurde einstimmig angenommen und die Paarungen der beiden Halbfinal-Spiele ausgelost.

Im Halbfinale trafen aufeinander:

- Ü65-Kreisauswahl Siegen/Wittgenstein - Ü65-Kreisauswahl Höxter

- Ü65-Kreisauswahl Bochum - Ü65-Kreisauswahl Osnabrück-Land

Im ersten Halbfinale entwickelte sich ein flottes Spiel, zunächst mit Vorteilen für den Titelverteidiger aus Siegen. Dieser ging auch folgerichtig in Führung. Die Höxteraner verstanden es allerdings, immer wieder durch gradlinig vorgetragene Spielzüge Nadelstiche zu setzen. Einer davon führte nach einem klugen Pass in die Spitze zum 1:1-Ausgleich, so dass eine Entscheidung zum Einzug ins Finale per Elfmeterschießen fallen musste.
In diesem Elfmeterschießen versagten unter Aufsicht des sicheren Spielleiters „Ede“ Dominczak (SG 09) doch einigen Akteuren die Nerven, so dass gleich mehrere Bälle knapp am Tor vorbeigingen. Beide Torhüter verstanden es zudem, sich durch hervorragende Reaktionen auszeichnen, der unentschiedene Spielstand nach je 5 Schützen erforderte eine Verlängerung des Elfmeterschießens. Letztendlich bewiesen die Höxteraner die besseren Nerven, verwandelten, während ein Siegener Akteur scheiterte.

Im 2. Halbfinale musste das Bochumer Team leider durch gleich mehrere äußerst kurzfristige Ausfälle, nachdem am Donnerstag-Abend noch 15 verbindliche Zusagen vorlagen, bedingt wohl auch ein wenig durch das ungemütliche Regenwetter und nicht zuletzt durch das Heimspiel des VfL Bochum etc., in Unterzahl mit 10 gegen 11 antreten, so dass die Kreisauswahl Osnabrück schnell im Mittelfeld die Oberhand gewann. Trotzdem hatten die Bochumer die erste richtige Torchance, als der 09er Heinz Rudloff in der gegnerischen Hälfte in halblinker Position angespielt wurde, noch ein paar Meter lief, um dann den Ball aus ca. 25 Metern mit dem rechten Außenriss an den gegnerischen Außenpfosten zu schmettern. Fast im Gegenzug gelang den Osnabrückern ein Durchbruch über den rechten Flügel, wobei der Ballführende die Kugel aus halbrechter Position so gekonnt traf, dass diese am langen Pfosten unhaltbar über dem Höntroper Urgestein „Schorsch“ Dittert im Bochumer Kasten einschlug.
Die Osnabrücker bestimmten auch in der 2. Hälfte das Spiel, konnten sich aber nur wenige Torchancen erarbeiten, da die Abwehr um die 09 Torwart-Legende „Manni“ Behrendt und Team-Manager „Gundi“ Busch (beide SG 09), diesmal zusammen in der Innenverteidigung agierend, in Verbindung mit den Außenverteidigern Gottfried Hanel (SV Höntrop) und Hans-Dieter Krüger (SV Altenbochum) kaum Möglichkeiten zuließen. Der laufstarke Bernhard Weßendorf (SF Niederwenigern) kurbelte zusammen mit Leszek Szymanowski (TuRa Rüdinghausen) nunmehr das Spiel aus dem Mittelfeld an. Kurz vor Schluss hielt es „Manni“ Behrendt, inzwischen leider an der Leiste angeschlagen, auch nicht mehr hinten, so dass er den unermüdlich kämpfenden Peter Berg (SG Linden-Dahlhausen) in der Sturmspitze unterstützte. Leszek Szymanowski war es dann, dem sich kurz vor Schluss noch die Riesen-Chance zum Ausgleich bot, als er aus dem hinteren Mittelfeld bis in die Spitze stürmte, ihm dann doch der Schuss aufs Tor nicht mehr optimal und erfolgreich gelang, so dass es bei dem nicht unverdienten 1:0-Erfolg der Osnabrücker blieb.

Im Spiel um Platz 3 standen sich die beiden erfolgreichsten Ü65-Teams der vergangenen 2 Jahre gegenüber:

- Ü65-Kreisauswahl Siegen/Wittgenstein - Ü65-Kreisauswahl Bochum

Die bereits in Unterzahl antretenden Bochumer mussten leider nach wenigen Minuten ganz auf den in die Spitze beorderten „Manni“ Behrendt verzichten, da seine Leistenzerrung ein Weiterspielen nunmehr unmöglich machte. Da waren es nur noch Neun. Auch die Siegener hatten inzwischen zwei Ausfälle zu beklagen, konnten dies aber im Rahmen des gestatteten 18er-Kaders locker kompensieren. Trotzdem ließen die Bochumer zunächst keine klare Torchance, auch mit Hilfe einer bestens funktionierenden Abseitsfalle, zu. „Gundi Busch konnte es sich sogar leisten, als letzter Mann einen seiner berühmt-berüchtigten aber stets sehr überraschend wirkenden „Übersteiger“ mit halber Drehung zum Besten zu geben und damit einen gegnerischen Stürmer zu düpieren. Erst als Torhüter Schorsch Dittert im Strafraum mit dem Ball am Fuß keinen Anspielpartner fand und ihm dieser dabei „abgeluchst“ wurde, fiel im Anschluss das 1:0 für Siegen. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

In der 2. Halbzeit erhöhten die Siegener im Spiel 11 gegen 9 nochmals den Druck auf das Bochumer Tor. Hans-Bernd Freund (TSV Siegen), Teammanager der erfolgreichsten Ü60- und Ü65-Teams der letzten 5 Jahre, fand mit seinem Pass dabei genau die Gasse in die Spitze, so dass sein Stürmerkollege nach kurzem Antritt frei vor dem Tor nur noch einzunetzen brauchte.
Wer dann aber dachte, die Bochumer würden nunmehr deklassiert, sah sich getäuscht. Alle Spieler gingen an ihr Limit und ließen insbesondere kämpferisch nichts zu wünschen übrig. Schorsch Dittert und seine Abwehr -nunmehr v.r.n.l. mit Gottfried Hanel, Leszek Szymanowski, „Gundi“ Busch und Hans-Dieter Krüger- ließen keinerlei gefährliche Situationen mehr zu und die Bochumer begannen, mit dem unermüdlichen Bernhard Weßendorf, dem Spieler mit dem härtesten Schuss im Kader, Heinz-Rudloff, dem sich steigernden Andreas Wenzel (SG 09) und dem kampfstarken Peter Berg ihrerseits einige äußerst gefährliche Konter zu fahren. Einer davon erreichte den mit nach vorne stürmenden Leszek Szymanowski, der gleich zwei gegnerische Spieler abschüttelte und aus halblinker Position unhaltbar zum 1:2 abschloss. Als dann noch der umsichtige Schiedsrichter der Partie, Heinrich Gagala (SG 09), der seinerseits aufgrund eines noch nicht vollständig ausgeheilten Kreuzbandrisses nicht mitspielen konnte, zunächst nach einem Foulspiel im Siegener Strafraum auf den Elfmeterpunkt zeigte, den Ball dann aber, ohne dass seitens der Siegener größerer Protest angemeldet wurde, auf die Strafraum-Linie zurückverlegte, weil eine erste Attacke laut seinen Erkenntnissen bereits dort erfolgt war, blieb „das Wunder von Wattenscheid“ leider aus. Einmal mehr wurde deutlich, dass es bei diesen großartigen und beliebten Ü60- und Ü65-QDM©-Turnieren keine Bochumer Heimschiedsrichter gibt, auch wenn der Kreis Bochum leider aufgrund Schiedsrichtermangels insofern keinerlei Unterstützung gewähren kann.

Das Endspiel:

- Ü65-Kreisauswahl Höxter - Ü65-Kreisauswahl Osnabrück-Land

Dieses Endspiel um die inoffiz. Deutsche Ü65-Meisterschaft sah zwei spielstarke Teams, die alles dafür taten, um mit dem Siegerpokal nach Hause zu fahren. Während Höxter am Vortag noch Spielermangel beklagte, warfen die dann am Spieltag erschienenen „aufrechten 11“ ohne Auswechselspieler alle Kräfte in die Waagschale und hatten dabei letztendlich das Glück des Tüchtigen. Obwohl Osnabrück über weite Strecken technisch etwas versierter wirkte, kam das spielentscheidende Tor zum Höxteraner Sieg durch ein unglückliches Eigentor zustande. Diesen Vorsprung verteidigten „die Blauen“ bis zum Schluss und dürfen nunmehr erstmalig die inoffizielle Deutsche Ü65-Meisterschaft, zu der alle altersentsprechenden Teams der Deutschen Altligen-Rangliste (Feld), siehe auch: www.ah-fußballportal.de, eingeladen werden, für sich proklamieren. Herzlichen Glückwunsch.

„Dritte Halbzeit“:

Direkt nach dem Endspiel fand im Jugendheim der SG Wattenscheid 09 die Sieger-Ehrung unter der Aufsicht des Turnierleiters Mark Siekierski statt. „Gundi“ Busch als Initiator der Ü60- und Ü65-QDM©-Turniere, dessen Firma erneut die Sieger-Pokale stiftete, lobte die erneute vorbildliche sportliche Einstellung aller Teams, da während des gesamten Turniers kein einziges überhartes Einsteigen oder sogar „böses“ Foul zu beklagen war. Er übergab die Sieger-Pokale an die Spielführer bzw. Mannschaftsverantwortlicher der vier Endrunden-Teilnehmer, die sich weitestgehend sehr zufrieden mit den erbrachten Leistungen zeigten. Einzig die Siegener haderten ein wenig damit, dass sie diesmal nicht ganz die von ihnen gewohnten Leistungen abrufen konnten.
Dann klang bei den bekannten „Elektrolyt-Ersatzgetränken“ sowie leckeren Wattenscheider Stadionwürstchen in den Räumlichkeiten des Gastronomen-Ehepaars Ortmann ein spannender Fußball-Tag im Wattenscheid so langsam aus …

Die Grundgedanken des Turniers lauten:
1. „fair geht vor“,
2. „fair ist mehr“.

Autor:

Erhard Neumann aus Wattenscheid

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