Herzlichen Glückwunsch zum Gertrudispreis!

Unser Bild entstand vor einem Portal der Gertrudis-Kirche und zeigt den künftigen Preisträger im Vordergrund sowie die Findungskommission, v.l.: Sven Stuckstedde, Norbert Herden, Peter Gregorascuk, Gilda Büttner, Propst Werner Plantzen, Bezirksbürgermeister Hans Balbach, Pfarrer Frank Dressler und  HBV-Vorsitzender Heinz-Werner Kessler. Foto: Wolf-Dedo Goldacker
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  • Unser Bild entstand vor einem Portal der Gertrudis-Kirche und zeigt den künftigen Preisträger im Vordergrund sowie die Findungskommission, v.l.: Sven Stuckstedde, Norbert Herden, Peter Gregorascuk, Gilda Büttner, Propst Werner Plantzen, Bezirksbürgermeister Hans Balbach, Pfarrer Frank Dressler und HBV-Vorsitzender Heinz-Werner Kessler. Foto: Wolf-Dedo Goldacker
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Er ist ein Wattenscheider Urgestein. Und er hat sich um die Hellwegstadt verdient gemacht: Oskar Pieneck. Dafür erhält er den Gertrudis-Preis. Die höchste Auszeichnung, die Wattenscheid zu vergeben hat.

Der Name Gertrudispreis erinnert an die hl. Gertrud von Nivelles, die Stadtpatronin von Wattenscheid. Ihr Bild befand sich früher im Stadtwappen von Wattenscheid und in den Stadtsiegeln von 1888 und 1926.
Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, ließen sie das Gertrudenfenster im Alten Rathaus entfernen. Christliche Werte, Frieden, Völkerverständigung, die von der hl. Gertrud verkörpert werden, lehnten die Nationalsozialisten ab und haben sie mit Füßen getreten.
Von daher ist es verständlich, dass die Stadtväter von Wattenscheid, als sie 1949 den Gertrudispreis stifteten, sich auf die hl. Gertrud bezogen, eine Frau, die mehr als 1300 Jahre Vorbild für die Menschen in Europa war.
Ab 1949 wurde der Preis an Bürger verliehen, die sich in besonderer Weise um Wattenscheid verdient gemacht haben. In den 60er Jahren wurde die Preisverleihung eingestellt. Im Jahre 1990 wurde diese Tradition wieder aufgenommen, u. a. auf Initiative von Herrn Oskar Pieneck. Mit der Preisverleihung ist seit dieser Zeit der Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid (HBV) beauftragt.
In der Presse wurde die Wattenscheider Bevölkerung seit März d. J. dazu aufgerufen, Vorschläge für die Nominierung des Gertrudispreisträgers beim Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid einzureichen. Einsendeschluss für die Vorschläge war der 31. März 2011. Insgesamt sind 11 Vorschläge eingegangen mit der Nennung von 7 Kandidaten.
Es wurden Persönlichkeiten vorgeschlagen, die sich in unterschiedlichen Bereichen besondere Verdienste erworben haben: in der Politik, in der Kultur und im sozialen Bereich.
Am 4. Mai hatte die Findungskommission getagt. Dieser Kommission gehören an: der Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins sowie vier weitere Mitglieder des HBV-Vorstandes, dazu der Propst der katholischen Kirche, der Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirche Wattenscheid, der Vorsitzende des Verkehrsvereins Wattenscheid und der Bezirksbürgermeister. Die Mitglieder der Findungskommission haben sich auf ihrer Sitzung einvernehmlich auf Oskar Pieneck als Gertrudispreisträger für 2011 geeinigt. Der ehemalige CDU-Politiker hatte über lange Jahre hin die Kommunalpolitik der Hellwegstadt aus der Opposition herausmitgeprägt.
Die Findungskommission begründet ihre Entscheidung u.a. wie folgt:
„Oskar Pieneck hat durch Kunstwerke im öffentlichen Raum, Ideen und Initiativen das Stadtbild Wattenscheids geprägt; hierzu zählen u. a. die Kreuze der Solidarität vor der Friedenskirche, die Seilscheibe der Zeche Holland am Alten Markt, die er auf dem Zechengelände fand und aufstellen ließ; hierzu zählt der stilisierte Grubenstempel an der Bochumer Str., den ein Künstler im Auftrag des Bochumer Bergbaumuseums auf Oskar Pienecks Initiative hin für den Standort vor dem Gelände der ehemaligen Zeche Centrum gestaltete.
Oskar Pieneck hat durch eine attraktive Programmgestaltung dafür gesorgt, dass die Freilichtbühne im Wattenscheider Stadtgarten auch zu einer regionalen Kulturstätte wurde.
1977 (13 Jahre nach der Verleihung des letzten Gertrudispreises) gehörte Oskar Pieneck als Mitinitiator zu der Bewegung, die den Gertrudispreis wiederaufleben ließ.
Oskar Pieneck kämpfte gegen die Eingemeindung Wattenscheids nach Bochum.“
Die festliche Preisverleihung findet am 23. September 2011 um 17.00 Uhr im Wattenscheider Rathaus statt.

Unser Bild entstand vor einem Portal der Gertrudis-Kirche und zeigt den künftigen Preisträger im Vordergrund sowie die Findungskommission, v.l.: Sven Stuckstedde, Norbert Herden, Peter Gregorascuk, Gilda Büttner, Propst Werner Plantzen, Bezirksbürgermeister Hans Balbach, Pfarrer Frank Dressler und  HBV-Vorsitzender Heinz-Werner Kessler. Foto: Wolf-Dedo Goldacker
Die Plastik "Kreuze der Solidarität" geht auf eine Anregung von Oskar Pieneck zurück. Foto: Heinz-Werner Kessler
Autor:

Wolf-Dedo Goldacker aus Wattenscheid

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