Jugendrotkreuz-Supercamp 2012 in Xanten: Wattenscheider JRKler rockten mit Stefanie Heinzmann

Wattenscheider Jugendrotkreuzler mit Musik Top-Act Stefanie Heinzmann
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1500 Jugendrotkreuzler aus ganz Deutschland trafen sich über Pfingsten in Xanten. Thema des Supercamps: der Klimawandel. Mehr als 30 verschiedene Aktionen und Workshops wurden angeboten. Mit dabei waren auch neun Jugendrotkreuzler aus Wattenscheid, die jede Menge Aktionen erleben durften und schon jetzt dem nächsten Supercamp entgegenfiebern.

„Klimaschutz können viele. Aber in Sachen Klimaanpassung sind wir die Experten“, protzte JRK-Bundesleiter Robin Wagener schon zu Beginn der Veranstaltung und führte die Campteilnehmer dann selbst auf den Weg, die „Via Romana“ – einmal quer über das ganze, riesige Jugendrotkreuz (JRK)Supercamp-Gelände an der Xantener Südsee. Supercamp – das bedeutet eine Menge Spaß und zugleich eine Menge Verantwortung. Kurz zusammengefasst: 1500 Jugendrotkreuzler aus ganz Deutschland trafen sich vier Tage lang zusammen mit vielen internationalen Gästen zu einem Happening.

Schon zur Auftaktveranstaltung standen die jungen Wattenscheider im Fokus der versammelten Jugendrotkreuzler, denn bei der feierlichen Eröffnung im Festzelt wurden sie von den Künstlern auf die Bühne gerufen und für die 16jährige Michelle Sachs sogar ein gemeinsames Lied angestimmt. Als einzige Teilnehmerin wurde sie hier in das Bühnenprogramm der Artisten und Schauspieler, sowie die Eröffnungsreden von Robin Wagener und DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters miteinbezogen. Ein „Hammer“-Start des Camps für die Wattenscheider Jugendlichen.

Alle fünf Jahre wird ein solches Camp vom Bundesverband organisiert, immer mit einem anderen Themenschwerpunkt. „Beim Supercamp 2012 wird unsere Klimahelfer-Kampagne intern vorgestellt, wir informieren die Kampagnebotschafter und machen uns zuerst selbst fit in Sachen Klima, bevor wir damit an die Öffentlichkeit gehen. 2013 werden die Ideen dann umgesetzt. Brunnen gebaut, Bäume gepflanzt. Das Supercamp ist nur der spektakuläre Auftakt für das Projekt“, erklärte Bundesreferentin Jessica Fritz zu Beginn.

Am Samstagvormittag knallte die Sonne auf das römisch angelegte Zeltlager, das Thema Klimawandel passte somit wie die Faust aufs Auge. „Ganz besonders wollen wir für die Klimaflüchtlinge sensibilisieren – also für Menschen, die ihr Land wegen der Klimaverhältnisse verlassen müssen“, erklärte Jessica Fritz. Deshalb gab es auch am Nachmittag einen Workshop zum Thema – direkt am Wasser. Es gab zahlreiche Möglichkeiten bei Workshops zum Thema Klimaschutz mitzuarbeiten, Spielmöglichkeiten zu nutzen oder sich einfach entspannt in der Sonne zu räkeln auf dem im Stil eines römischen Lagers aufgeteilten Gelände.

„Das Gelände war wirklich toll, es war eine riesige Zeltstadt aufgebaut worden. Geschlafen wurde nachts in Acht-Mann-Zelten, unter den Feldbetten das bloße Gras.“ Festivalatmosphäre war eben angesagt. Mark Büteröwe: „Gerade die Festivalatmosphäre hier ist uns allen ganz besonders wichtig. Wenn man wollte, konnte man hier nämlich auch einfach nur chillen.“ Jennifer Malec lacht: „Aber die Rotkreuzler sind sehr aktive Menschen, da hat wirklich keiner einfach nur relaxt.“ Wäre auch angesichts des großen Aktiv-Angebots unsinnig gewesen: die Camper konnten an mehr als 30 verschiedene Aktionen und Workshops teilnehmen. Floßbau, Klimasongs dichten, Geocachen, Solarkochen oder Aktionskünstler Hermann Josef Hack bewundern, der das Camp in eine Flüchtlingszone verwandelte – möglich war alles.

Sonntags ging es dann bei einem gemeinsamen Marsch der knapp 1.500 Campteilnehmer in den Archäologischen Park nach Xanten zu den römischen Festspielen. „Allein der gemeinsame Weg dorthin mit Musik und gemeinsamen Gesang war schon ein Erlebnis und hat einem ein wenig Gänsehaut bereitet“, erinnert sich Leo Engel. „Das hat wahnsinnigen Spaß gemacht und man hat fast nur in lachende Gesichter schauen können“, erinnern sich Celine Heckmanns und Phillip Kunze unisono.

Gespickt wurde das Programm zudem an den Abenden mit musikalischen Auftritten namhafter Künstler wie den „Kleinstadthelden“ oder dem Top-Act Stefanie Heinzmann. Die Chart-Stürmerin machte auch noch sechs Jugendrotkreuzler selbst glücklich, in dem ein persönliches Treffen am Sonntagnachmittag mit dem Musikstar organisiert wurde. Auch hier konnte die Wattenscheider Gruppe punkten und Michelle Sachs durfte die bekannte Sängerin für zwei Stunden treffen, bevor Stefanie Heinzmann abends dann das Festzelt rockte.

Bei allem Spaß war natürlich auch die Ernsthaftigkeit der Klimathematik nicht auszublenden. „Wir hoffen, dass wir wirklich etwas erreichen“, sagt Wattenscheids stv. Jugendrotkreuzleiter Mark Büteröwe und will die Thematik auch in die Gruppenstunden im heimischen Wattenscheid einfließen lassen. „Wir müssen das Thema in die Köpfe aller bringen! Vielleicht müssen Kinder und Jugendliche anfangen, etwas zu ändern, bevor es die Erwachsenen auch endlich verstehen!“ Sorgen machen er und Jerome Keukeler sich hier allerdings nicht. „Nach dem Supercamp ist das Engagement unserer JRKler besonders hoch und sie werden den Daheimgebliebenen sicher voller Begeisterung berichten und die Klima-Kampagne bestens vermitteln.“

Samantha Pieper und Corinna Sonnenschein sind auf jeden Fall mehr als begeistert vom Supercamp. „Dieses Wir-Gefühl, das sich hier widerspiegelt hat, das machte richtig Spaß und Laune. Man bekam hier neue Ideen für die eigene Gruppenarbeit und lernte super nette Menschen kennen.“

Und während die Wattenscheider Jugendrotkreuzler einfach nur genießen konnten, rotierten die Organisatoren im Hintergrund schon für den großen Kampagnenauftakt am Sonntagabend: ein vierstündiges Programm im großen Festzelt stand symbolisch für den Startschuss der Klimakampagne, danach wurde bis in die Nacht gefeiert – mit den Kleinstadthelden, Coverbands und am Sonntagabend sogar mit Star Stefanie Heinzmann und ihrem Konzert. Denn: „Inhalte ohne Spaß bringen nichts“, meinte Jessica Fritz vom Organisationsteam des Supercamps zum Veranstaltungsende. Auch nicht beim Thema Klimawandel.

Fotos: JRK-Bundesverband

Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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