Krokofil zu Gast in der Gertrudisschule: „Lesen macht reich“

Am Ende nahm Pongs jedem Kind persönlich mit Handschlag das Versprechen ab, in Zukunft weniger fernzusehen und mehr zu lesen.
  • Am Ende nahm Pongs jedem Kind persönlich mit Handschlag das Versprechen ab, in Zukunft weniger fernzusehen und mehr zu lesen.
  • Foto: Schule
  • hochgeladen von Lauke Baston

Seit Wochen ist das Krokofil im Rahmen ganzheitlicher Leseförderung fester Bestandteil des Unterrichts an der Gertrudisschule. Das Krokofil ist ganz anders als alle anderen Krokodile. Es ist ein freundliches Krokodil, ein Traumländer, eines, das an seine Träume glaubt und alles daran setzt, sie wahr zu machen.

In allen Klassen wurde einmal in der Woche eine Krokofil-Geschichte vorgelesen, anschließend wurde dazu altersentsprechend gearbeitet. Im Mittelpunkt stand natürlich die Leseförderung: vorgelesen bekommen und zuhören, selbst lesen und verstehen, anderen vorlesen und sich mit den Inhalten auseinandersetzen. Darüber hinaus wurden die Geschichten aber auch fächerübergreifend erlebt, es wurde dazu gesungen, sich bewegt und künstlerisch gestaltet. „Leseermunterung und –förderung mit allen Sinnen ist in der heutigen, durch die digitalen Medien geprägten Welt einfach unerlässlich“, unterstreicht Stephanie Ellermeyer, Lesebeauftrage der Schule, den Sinn dieses gemeinsamen Unterrichtsprojektes der ganzen Schule.
In der vergangenen Woche wurde es zum Projektabschluss noch einmal besonders grün und krokofil in der Gertrudisschule. Alle Kinder durften das Krokofil hautnah erleben. „Der vom Rotary-Club Bochum-Rechen ermöglichte Besuch des Autors der Krokofil-Bücher, Armin Pongs, war wirklich ein besonderes Highlight“, betonte Schulleiterin Tanja Knopp.
Jahrgangsweise entführte Pongs die Kinder im Rahmen von jeweils einstündigen lebhaften Lesungen in die Welt des Krokofils. Überzeugend ließ er die Kinder erleben, dass jeder ein unglaubliches Repertoire an Phantasie besitzt und dass die im Kopf beim Lesen geschaffene Welt nicht nur individuell ist, sondern auch durch keinen Film ersetzt werden kann: ein persönlicher Reichtum. Mit diesem nicht bezahlbaren Schatz im Gepäck sollten die Kinder anschließend Fragen zur Geschichte beantworten. Für jede richtige Antwort durften sich die Jungen und Mädchen Traumsteine aus einer Schatzkiste aussuchen, die, unter das Kopfkissen gelegt, schlechte durch phantasievolle Träume ersetzen. Um das Lesen zu fördern, hatte Pongs jeder Klasse eine Lesemuschel an einer Kette mitgebracht, die, um den Hals gehängt, dem Vorleser auf mysteriöse Art und Weise zu besseren Lesefähigkeiten verhilft und so auch schüchterne Kinder zum lauten Vorlesen ermutigt.

Autor:

Lauke Baston aus Wattenscheid

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