Aktion Mensch fördert Behindertenfahrzeug: Neues Auto bringt mehr Mobilität für Rollstuhlfahrer

Aus der Feder des ersten Vorsitzenden Thorsten Junker:

Ein neues Behindertenfahrzeug konnte das heimische Rote Kreuz (DRK) nun in Wattenscheid in Betrieb nehmen. Das 140 PS starke Dieselfahrzeug wird zu 70 % von der Aktion Mensch finanziert und hat einen Gesamtwert von 48.000 €. Es ist ab sofort im gesamten Stadtgebiet Bochum unterwegs und soll die gestiegene Nachfrage im Behindertenfahrdienst befriedigen.

Der Ford Transit kann bis zu vier Rollstuhlfahrer gleichzeitig transportieren und verfügt neben einer Klimaanlage über eine absenkbare Rampe. Mit dem neuen wird der Fuhrpark auf fünf erweitert und steht den Betroffenen täglich zur Verfügung.

Entsprechend dem Motto der Lotterie „Aktion Mensch - bringt vieles ins Rollen“ werden von dort nur Erweiterungen finanziert, keine Ersatzbeschaffungen. Doch diese Ausweitung des Behindertenfahrdienstes war dringend angezeigt, denn die Nachfrage steigt stetig stark an.

„Wir fahren für Altenheime, Krankenhäuser, Tagespflegen und natürlich insbesondere direkt im Auftrag unserer Fahrgäste, die damit am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Fahrten sollten frühzeitig angemeldet werden, doch auch Spontanfahrten führen wir –wenn möglich- gern durch“, so Fahrdienstleiter Markus Eisenhuth.

Der DRK-Vorsitzende Thorsten Junker macht deutlich, dass die bisherigen vier Autos im Jahr 2010 insgesamt 192.000 km zurückgelegt haben und täglich pro Fahrzeug bis zu zwanzig Fahrten durchführen. Bisher konnten einige Fahrtanfragen mangels Kapazitäten nicht durchgeführt werden konnten. „Das soll sich jetzt ändern, obwohl der Nachbarverband aus Gelsenkirchen uns schon tatkräftig unterstützt hat, doch immer mehr Kunden kommen auf das DRK zu, das den Fahrdienst seit über 30 Jahren in bewährter Form durchführt.“

Gefragt zu den Gründen äußert Junker: „wir haben einen guten Ruf, geringe Preise und leben von der Mund-zu-Mund-Propaganda. Doch auch haben einzelne Altenheime keinen eigenen Fahrdienst mehr, da die Zivis weggefallen sind.“

Fahrtwünsche können direkt beim Fahrdienstleiter Markus Eisenhuth an der
Voedestr. 53 angemeldet werde, je früher desto besser (Tel: 02327/61111).

Der Behindertenfahrdienst wird neben Honorarkräften zukünftig insbesondere von Absolventen des Freiwilligen sozialen Jahres sowie des Bundesfreiwilligendienstes ausgeübt. Bewerbungen zu den Diensten sind weiterhin willkommen, um die Dienste abzusichern.

„Wenn wir ausreichendes Personal haben, kann der BFD in 2012 erneut ausgeweitet werden, denn hier besteht offensichtlich ein großer Bedarf im Ort. Wir werden die Sachlage intensiv im Auge haben und dann entscheiden“, so der DRK-Vorsitzende optimistisch.

Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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