„Erweitern, verbessern, Unterstützung finden“ sind die zentralen DRK-Themen für Rotkreuzjahr 2013

DRK-Vorsitzdender Thorsten Junker mit den ersten Bauplänen für den Erweiterungsbau
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Sie haben sich viel vorgenommen: Die Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes aus Wattenscheid haben sich für das neue Jahr 2013 so Einiges auf den Fahrplan für die nächsten 12 Monate geschrieben. Damit möchte der Verband seine Aktivitäten erweitern und verbessern. Der Vorsitzende Thorsten Junker und Pressesprecher Christian Lange wagten nun einen Blick in die nähere Zukunft.

Für das Rote Kreuz ergibt sich 2013 eine neue Perspektive. Zentrales Projekt wir die angestrebte bauliche Erweiterung des großen Veranstaltungssaals der Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße 53 sein. Rund 50 qm neue Nutzfläche kommen hier durch einen Anbau hinzu, etwa 200 000 Euro wird die Baumaßnahme laut ersten Schätzungen wohl. Die Handwerker sollen aber erst anrücken, wenn die beantragten Fördermittel genehmigt sind. Der Startschuss könnte daher erst im Herbst 2013 fallen.

Saalanbau als wichtiges Projekt

„Wir wollen hier den normalen Betrieb für Bildungswerk oder Blutspende so lange wie möglich aufrecht erhalten, so dass zunächst der Anbau errichtet wird und dann die Wand durchgebrochen werden soll. Aber trotzdem werden wir sicher für 4-6 Wochen Umzüge in Kauf nehmen müssen“, kündigt DRK-Sprecher Christian Lange an. Das Bildungswerk und der Blutspendedienst müssten aber wohl kurzfristig in andere Räume ausweichen.

Behindertengerechte Ausstattung

Nötig geworden ist der Ausbau, da das Rote Kreuz bei zahlreichen Veranstaltungen die Kapazitätsgrenze erreicht hat; nicht zuletzt bei der Weihnachtsaktion am ersten Feiertag: „Da mussten Leute leider wieder nach Hause gehen, ohne an der Veranstaltung teilgenommen zu haben. Wir hatten einfach keinen Platz mehr frei“, schildert Vorsitzender Thorsten Junker. „Zudem wollen wir durch den Umbau auch eine Modernisierung erreichen. Es werden ein behindergerechter Zugang und eine entsprechende Toilettenanlage für Rollstuhlfahrer eingebaut, so dass wir hier für die Nutzung ein ganzheitliches Konzept umsetzen können.“

150 Jahre DRK

Doch die Rotkreuzler blicken im neuen Jahr nicht nur auf das angestrebte Bauprojekt. Das Rote Kreuz wurde vor genau 150 Jahren gegründet, seit mittlerweile 111 Jahren existiert die Organisation auch in Wattenscheid. Der offizielle Auftakt der bundesweiten DRK-Feierlichkeiten findet in diesem Zusammenhang am 13. Januar in Berlin statt, das DRK beteiligt sich am Jubiläum mit drei Aktionen in der Hellwegstadt. Zunächst steht am 23. März der Erste-Hilfe-Tag in der Fußgängerzone auf dem Programm. „In 2012 sind Unfall- und Opferzahlen leider wieder gestiegen. Das Thema íst tagesaktuell, denn die Bereitschaft zu helfen sinkt“, sagt Christian Lange. Das Rote Kreuz möchte die Wattenscheider für das Thema „Erste Hilfe“ sensibilisieren und sein breites Ausbildungsprogramm hier weiter bekannt machen.

Rotes Kreuz kein kalter Kaffee

Unter dem Motto „Rotes Kreuz – alles andere als ein kalter Kaffee“ verteilt das DRK dann am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, kostenlos frisch aufgebrühte Heißgetränke am August-Bebel-Platz. „Hiermit wollen wir auch einfach einmal Danke sagen, für die vielfältige Unterstützung der Wattenscheiderinnen und Wattenscheider“, erklärt Thorsten Junker. Ein Malwettbewerb für Kinder mit anschließender Ausstellung und Prämierung soll das Jubiläumsprogramm abrunden. „Wir wollen aber nicht nur Kindern das Rote Kreuz näher bringen. Viele unserer Angebote sind nicht direkt bekannt, daran wollen wir arbeiten“, betont Junker und meint damit eine breite Palette von den Hilfsdiensten, dem Essensservice bis hin zum Bildungswerk mit dem vielfältigen Kursangebot.

Schwachstellen abstellen

Doch auch an den erkannten Schwachstellen möchten die Verantwortlichen arbeiten. „Durch die rapiden Verluste bei den Blutspendezahlen werden wir dort im Jahr 2013 verstärkt aktiv werden müssen, um mehr Menschen für die Blutspende gewinnen zu können“, verdeutlicht Christian Lange die notwendigen Werbemaßnahmen um Spender. Im Jahr 2012 waren in Wattenscheid die Blutspendezahlen um knapp 12 % gesunken. „Ein wahrer Schock für uns“, so Junker.

Ein weiterer Baustein der Aktivitäten wird die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher sein, denn auch hier sinkt leider die allgemeine Bereitschaft zur Mitwirkung. „Das DRK kann sich über fehlende Aufgaben sicher nicht beklagen. Aber dafür werden eben weitere ehrenamtliche Helfer in allen Altersklassen dringend gesucht“, erklärt Pressesprecher Christian Lange. Ohne Ehrenamt geht es beim Wattenscheider DRK-Verband nämlich nicht. „Da sind wir einfach anders aufgestellt, als andere DRK-Verbände. Wattenscheids DRK ist durch das Ehrenamt geprägt!“

JRK-Landeswettkampf in Wattenscheid

Ehrenamtlich tätig sind oftmals auch die Jugendrotkreuzler. Die WATer JRKler sehen sich hier durchaus als Nachwuchsorganisation für das DRK und wollen Kinder und Jugendliche auch an das DRK heranführen, momentan gibt es hier schon zahlreiche Doppelmitgliedschaften. „Deshalb nutzen wir die JRK-Aktivitäten natürlich auch immer zur Werbung für das Rote Kreuz“, so Thorsten Junker. Das Jugendrotkreuz richtet hierzu am 20. April auch den DRK-Landeswettbewerb für Westfalen - Lippe aus. 25 Wettkampfgruppen werden hier sieben Aufgaben in der WAT-City lösen müssen. Es werden knapp 350 Kinder und Jugendliche zu den Wettbewerben in der Hellwegstadt erwartet.

Ein zentraler Empfang, gepaart mit dem DRK-Jubiläum (111 Jahre RK in WAT und 150 Jahre DRK) findet nach den bisherigen Planungen vorab in der Gertrudisschule statt. „Ein tolles Projekt, wobei hier der gesamte Kreisverband bei der Realisierung mithelfen muss“, freut sich der Vorsitzende schon auf die Aktivitäten seines Verbandes.

DRK-Vorsitzdender Thorsten Junker mit den ersten Bauplänen für den Erweiterungsbau
Thorsten Junker und Pressesprecher Christian Lange vor der Fensterfront, die bald weichen muss.
Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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