Vereinsvorsitzender Ulli Weber: Amateurfunk ist mehr als ein Hobby
Notrufe aus aller Welt

Der gelernte Fernmeldetechniker Ulli Weber (rechts) erklärt dem Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel die technischen "Feinheiten".  Foto: privat
  • Der gelernte Fernmeldetechniker Ulli Weber (rechts) erklärt dem Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel die technischen "Feinheiten". Foto: privat
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Der Wattenscheider Ulli Weber ist ein ausgewiesener Technikfreak und leidenschaftlicher Tüftler. Seit einiger Zeit engagiert er sich als Vorsitzender im Amateurfunk-Ortsverband "Oscar 33".

In Wattenscheid ist er bekannt wie der oft zitierte "bunte Hund". Karl-Ulrich Weber kennt wahrscheinlich niemand in der Hellwegstadt, den "Ulli" aber sehr wohl.
Der 55-jährige gelernte Fernmeldehandwerker war ein Internetpionier der ersten Stunde. Ein neugieriger Autodidakt, der um die Jahrtausendwende Homepages für viele Wattenscheider Unternehmen "gebaut" hat und der damals stadtweit durch die von ihm betriebene Internet-Plattform "wattenscheid.net" bekannt geworden war.
Der zweifache Familienvater war es auch, der die erste Homepage der SG Wattenscheid 09 ins World Wide Web brachte. Die Begeisterung für die Technik ist geblieben, der virtuellen Welt hat "Ulli" Weber allerdings inzwischen den Rücken gekehrt.
Amateurfunk statt Facebook, das ist seit einiger Zeit Webers Passion. Die Vereinsräume des Amateurfunk-Ortsverbandes Oscar 33 in der Regenbogenschule sind so etwas wie seine zweite Heimat geworden.
Dort hat "Ulli" Weber den heimischen Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel empfangen und in die Geheimnisse des Amateurfunks eingeweiht: "Amateurfunk ist mehr als ein Hobby. In Notlagen wie beispielsweise bei einem flächendeckenden Stromausfall können Funkamateure Hilfe leisten."
Weber hat die Idee eines städteübergreifenden Notfunks im Ruhrgebiet mit dem Notfunk Ruhr vorangetrieben. Dieses Netz soll insbesondere der Feuerwehr zur Verfügung stehen, sollten bestimmte Kommunikationsebenen einmal ausfallen.
"Herr Weber hat mir von Fällen berichtet, bei denen Hilferufe von deutschen Funkern in Südamerika oder Großbritannien gehört wurden und so zur Rettung des Funkers geführt haben. Gerade in Zeiten, in denen nationalistische und völkische Stimmen lauter werden, ist die internationale und interkulturelle Vernetzung und Kommunikation der Amateurfunker ein wichtiger Beitrag zur Verständigung zwischen den Kulturen. Der Gedanke eines weltweiten Netzes verbindet“, berichtet Serdar Yüksel.
Um auch jüngere Menschen für die Faszination des Amateurfunks zu begeistern, bieten die Funkamateure von Oscar 33 im Rahmen der Ganztagsbetreuung an der Regenbogenschule eine Arbeitsgemeinschaft an.
„Es braucht bürgerschaftliches Engagement, damit diese Technik nicht ausstirbt“, gibt Ulli Weber zu bedenken.
Aus dem einstigen High-Tech-Pionier ist ein überzeugter Bewahrer einer alten Technik geworden, die er nun mit Begeisterung an die junge Generation weitervermitteln möchte.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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