Wattenscheider Urgestein gestorben

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Theo Nolden ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Foto: Archiv
Er war in Wattenscheid bekannt wie der berühmt-berüchtigte „bunte Hund“. Beruf, Sport, gesellschaftliches Engagement – Theo Nolden hat überall seinen Mann gestanden. Korrekt, zuverlässig – immer freundlich. Jetzt ist er im Alter von 90 Jahren gestorben.

Nach einem Studium für Textilindustrie hat er in den 1950er Jahren als Ausbilder bei Kaufhof seine berufliche Karriere begonnen. Über ein Intermezzo in Stuttgart führte ihn zehn Jahre später der Weg nach Wattenscheid – an die Seite von Klaus Steilmann. Über 20 Jahre war er bis zu seiner Pensionierung als Einkaufsleiter tätig – und immer hat Theo Nolden respektvoll über „meinen Boss“ gesprochen.
Bei der SG Wattenscheid 09 führte er das Marketing und Merchandising ein, als dies im wahrsten Sinne des Wortes hier im „Pott“ noch Fremdworte waren.
Rentnerdasein – das war nicht Theo Noldens Ding. Er betrieb selbst (beinahe exzessiv) Sport – Boxen, Judo, Joggen und vor allem Fallschirmspringen. Noch in den hohen Siebzigern war er fit wie ein „Turnschuh“, machte jeden Morgen seine fünfzig Liegestütze und ging stundenweise wieder arbeiten – in einem renommierten Bochumer Textilhaus. Wie oft haben wir uns in der Fußgängerzone später getroffen und über die „guten alten 09-Zeiten“ schwadroniert. Immer gut gelaunt, immer einen flotten Spruch auf den Lippen.
Bis ins hohe Alter war Theo Nolden aktiv. „Er hat uns immer und überall geholfen“, schwärmt Wolfgang Dressler, Vorsitzender der Wattenscheider Werbegemeinschaft. Ob „Tag des Sports“, „Frühlingstreff“ oder andere Wattenscheider Veranstaltungen – Theo Nolden stand immer mit Rat und Tat zur Seite.
Nach einem Treppensturz hat er sich nicht mehr erholt. Seinen letzten Aufstieg vom August-Bebel-Platz gen Himmel hat er nun ohne seinen geliebten Fallschirm angetreten. Theo, mach' es gut auf deiner letzten Reise.
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