Ausstellung des Arbeitskreises Weezer Heimatgeschichte
Als die Thermometer noch aus Weeze kamen

Ein Querschnitt aus Manometern und Thermometern ist in den Schaufenstern bei Carola Hermsen ausgestellt.
  • Ein Querschnitt aus Manometern und Thermometern ist in den Schaufenstern bei Carola Hermsen ausgestellt.
  • hochgeladen von Christian Schmithuysen

Der Arbeitskreis Weezer Heimatgeschichte e. V. hat eine Ausstellung über die Aktivitäten der Westdeutschen Thermometerfabrik Künzel in zwei Schaufenstern bei Carola Hermsen, Roggenstraße 10-12, aufgebaut.

WEEZE. Der jetzige Zeitpunkt wurde gewählt, da die ehemaligen Betriebsräume an der Kevelaerer Straße vor einigen Wochen als letzte Zeitzeugen abgerissen wurden. Es gibt auch einen Bericht über die Hermann Künzel oHG im Jahrbuch des Arbeitskreises Weezer Heimatgeschichte 2010, Seiten 211-218.

Die am 1. April 1934 gegründete Thermometer- und Manometerfabrik Künzel gelangte über den Umweg Duisburg-Rheinhausen 1958 nach Weeze. Die Firmengründer, Hermann Künzel und Artur Hofmann, kauften das ehemalige Gebäude der Firma Verhaag, Schaltschrank- und Elektromotorenbau auf der Kevelaerer Straße 77 - 81 und nahmen die Produktion von Druck- und Temperaturmessgeräten auf.

Hier wurden normgerechte und spezielle Armaturen für die Industrie gefertigt. Neben der mechanischen Metallverarbeitung war besonders die eigene Glasthermometerherstellung hervorzuheben. Dieses Handwerk wurde aus Thüringen mit an den Niederrhein gebracht. Auch überregional war die Firma Künzel auf vielen Messen in Frankfurt und Düsseldorf vertreten. In der Blütezeit waren in Weeze 75 Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich waren fünf Handelsvertreter im Einsatz.

Die fortschreitende Technisierung und die industrielle Fertigung machten der Firma Künzel immer mehr zu schaffen. Die handwerkliche Fertigung von Industriearmaturen wurde zu teuer. So musste der Betrieb nach genau 35 Jahren in Weeze am 30. November 1993 die Tore schließen.

An der Fenstergestaltung haben Volker und Jörg Hofmann, Enkel des Firmengründers Artur Hofmann, sowie Jürgen Heinze, Sohn des Glasbläsermeisters Erich Heinze, mitgewirkt.

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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