Angezettelt: Wie eine maue Aktion der Kreispolizei via Pressemitteilung schöngeschrieben wird
Pedelec-Simulator, E-Bike-Training: Kaum Resonanz auf Fahrsicherheits-Angebote im Kreis Wesel

Die Polizei zieht nach ihrer "Pedelec-Aktion" in der vergangenen Woche eine positive Bilanz und formuliert in einer Pressemitteilung: "Insgesamt 35 Bürgerinnen und Bürger haben den Pedelec-Simulator der Polizei getestet und sich über Sicherheit im Straßenverkehr beraten lassen. Elf Radfahrer/innen haben ihre Räder codieren und registrieren lassen, um sie für Diebe uninteressant zu machen."

Entschuldigung, liebe Polizei, aber: Dieser Meldung kann ich nicht viel Positives abgewinnen, denn es gibt auch diese Statistik: Die Polizei im Kreis Wesel registrierte im Jahr 2018 sage und schreibe 76 verunglückte Pedelec-Fahrer, zusätzlich waren 77 Fahrer mit ihren Rädern an Unfällen beteiligt. Im Vergleich zu den Vorjahren seien die Zahlen gestiegen. Man darf also gespannt sein auf die Angaben für 2019.

Nützlich wäre auch, die etwaige Gesamtzahl der Pedelec-Besitzer zu kennen, um die Unfallquote besser einordnen zu können. Die soll recht hoch sein, wie man hört.

Vielleicht könnte man die Unfälle ja (wenigstens zum Teil) vermeiden, wenn mehr Pedelec-Fahrer zu den angebotenen Trainings kommen würden. Die Resonanz war aber im vergangenen Jahr eher mau, einige Termine wurden mangels Interesse sogar abgesagt. 

Unterm Strich gibt die Thematik eigentlich wenig Anlass für positive Pressemitteilungen.

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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