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Bären, Schweighöfer, Lungenentzündung: Neue Details zum Niederrheinischen Filmfest № 2

Der Preis ist nicht heiß, der Preis ist silbern: die/der Gewinner/in des Niederrhein Filmfestivals darf sich über die silberne Kopfweide freuen
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  • Der Preis ist nicht heiß, der Preis ist silbern: die/der Gewinner/in des Niederrhein Filmfestivals darf sich über die silberne Kopfweide freuen
  • hochgeladen von Timmy Kampmann

Das Leben ist zu kurz für Langspielfilme. Darum sind ja Kurzfilme so eine tolle Sache! Während auf der Kinoleinwand die Titanic gefühlte drei Stunden zum Absaufen braucht (vom Abspann gar nicht zu sprechen!), kann man bei Kurzfilm-Konsum mit gleichem Zeiteinsatz völlig überzeugt und souverän verkünden: "ich habe schon Alles gesehen."

Stephan Hanf präsentierte während einer Pressekonferenz im SCALA Kulturspielhaus den aktuellen Stand der Einreichungen für das Niederrhein Filmfestival am 22.–23.03.2019. Die Zahlenkolonne bringen wir vorab hinter uns. 915 Einreichungen wurden eingesandt — auf die Liste der Vorführwürdigen haben es 33 geschafft. Das Festival-Qualitätsraster ließ ergo nur die bedeutendsten ≈3,6% der eingesandten Kurzfilme den späteren Zugang zur großen Leinwand genießen — da spürt man den Willen zum Besten. Und den Aufwand, mit dem sich das Team vom Verein Filmkultur am Niederrhein e.V. im ehrenamtlichen Einsatz überbietet.

Drei Filmschaffende bzw. Gewinner vom ersten Niederrheinischen Filmfest bilden für die zweite Auflage die Jury: Carla Gottwein, Lars Böhnke und (Nicht-nur-Quoten-Niederländer!) Jan van Gorkum. [Es bildet sich also langsam ein stabiles, geschlossenes Ökosystem.]

Besonders spannend ist die Geschichte von Lars Böhnke: nachdem er im letzten Jahr den Publikumspreis erhielt und den Gewinn für den besten Weseler Film einheimste, nahm er die 500€ und reinvestierte sie: in ein neues Projekt. Er filmte Bären in Kamtschatka — und dieser Beitrag ist auf der diesjährigen Ausgabe des Niederrheinfestivals ebenfalls zu sehen. [Da is'es wieder, das geschlossene Ökosystem!]

Erste Trailer verraten, dass sich »Vielseitigkeit« als tatsächlich steigerungsfähig erweist: dialoglastige Szenen in warmen Licht, dialogsparsame Einstellungen in kaltem Licht, Drama, Komödie, Animation, ja wirkliche Premieren sind dabei und Oscar-nominierte Beiträge und... darf man das schon verraten? Zum Auftakt wird ein Kurzfilm mit Matthias Schweighöfer in Funktionsuniform vom GSG10 gezeigt!

Die einzige Nachricht, die keine positiven Assoziationen weckt, ist der Umstand, dass Stargast-Sprecher Werner Hansch derzeit eine Lungenentzündung auskurieren muss; und dass die Frage, ob er wie gehofft und geplant am Festival mitwirkt, noch nicht geklärt ist.
Diese Zeile hier ist dem Wunsch gewidmet, dass er bald über'm Berg ist — wohlgemerkt unabhängig davon, wie weit er danach seine Stimme schonen muss und ob er beim Filmfest auftritt.

Friedrich Schiller wäre mit dieser Mitteilung übrigens schneller fertig gewesen. Der hätte einfach geschrieben — und Recht hätte er damit auch gehabt —:

"Mit all seiner Kürze, seiner Spannung rollen sie die Filme ab vor deinem Blick.
Hast du das Niederrheinfilmfest № 2 gesehen, so kehrst du reicher in dich selbst zurück."

Der Preis ist nicht heiß, der Preis ist silbern: die/der Gewinner/in des Niederrhein Filmfestivals darf sich über die silberne Kopfweide freuen
Staphan Hanf, Nicole Bach und Manuel Kodrun präsentierten stellvertretend für den Verein Filmkultur am Niederrhein die neusten Infos

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