Von drei Kreativen, die auszogen, um viel Spaß mit Musik zu haben
"The Compliments" - ein junges Singer/Songwriter-Trio mit Talent und Ambitionen

Von links: Nico Steger, Julia Bluhm, David Rohmann.
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  • Von links: Nico Steger, Julia Bluhm, David Rohmann.
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Da hat man jahrelang Spaß gehabt beim Musik hören, aber eigentlich immer nur allein herumgeklimpert. Oder unter Dusche gesungen. Und dann stellt man (mehr oder weniger plötzlich) fest: Da gibt's Leute, die machen auch Musik. Ob man's nicht mal zusammen versuchen könnte?

Genau so ging's Julia (18), David (18) und Nico (19). "The Compliments" nennen sich die drei sympathischen Youngsters aus Flüren und Blumenkamp. Gerade erst haben sie sich als Band gefunden, da gibt's schon wieder 'ne "Zwangspause" im kreativen Schaffen, Julia düst bald ab zum Work & Travel nach Australien, David und Nico starten lange Aufenthalte in Neuseeland.

Aber die ersten Duftmarken sind gesetzt: In den vergangenen Monaten machen die Drei bei einigen Gelegenheiten auf ihr musikalisches Talent aufmerksam. Ob da demnächst ein erfolgreiches Trio heranwächst?  Bock drauf haben sie jedenfalls. Lest mal ....

dibo:  Wie ist das, wenn man gefragt wird, ob man an einem öffentlichen Bericht über sich selber interessiert ist?
Julia: Es ist ehrlich gesagt sehr seltsam und erfreulich zugleich. Ich hätte damit nicht gerechnet und David und Nico bestimmt auch nicht. Wir sind eine kleine Band und hatten bis jetzt nicht so viele Auftritte und da freut es mich sehr, dass jemand einen Zeitungsartikel über uns schreiben möchte.
Nico: Ich glaube, wir kommen noch aus einer Zeit, wo man jeden Morgen die Zeitung statt WhatsApp-Nachrichten gelesen hat und früher dachte man immer die Leute in der Zeitung seien etwas ganz besonderes. Plötzlich steht man selber drin, und dann auch noch mit dem was einem wirklich etwas bedeutet und womit man die Leute erreichen möchte. Sehr surreal.

dibo: Wie seid Ihr darauf gekommen, zusammen zu spielen?
Julia: David und ich kennen uns schon seit der Grundschule und Nico kannte ich nur vom Sehen. David und ich haben schon bereits vorher mal ein bisschen Musik gemacht, aber ehrlich gesagt nicht oft und nur Cover Songs. Dann hat David zu Hause eine kleine Party geschmissen und Nico und ich waren beide auch eingeladen (bitte bei Nico weiterlesen).
Nico: Irgendwie kannten wir uns alle ein bisschen aber nicht richtig, Ich wusste beispielsweise nicht, dass David Gitarre spielen kann. Ende letzten Jahres hat David dann eine HausParty geschmissen und wir sind ins Gespräch gekommen. Im nächsten Moment saßen wir zu dritt auf dem Boden und haben zusammen Musik gemacht. Anschließend haben wir uns noch mal nüchtern getroffen und gemerkt, dass wir wirklich gut harmonieren. So kam es zu „The Compliments“.

dibo: Konntet Ihr Euch schnell auf eine Stilrichtung einigen?
Julia: Ich denke, dass wie alle drei einen ähnlichen Musikgeschmack haben (...). Beim Lieder schreiben haben wir keine Probleme. Wir mussten uns eigentlich nicht wirklich einigen, weil wir in einen Singer/Songwriter Stil gehen, somit also eher ruhigere, akustische Musik machen, die uns allen gefällt und uns auch ausmacht.

dibo: Gibt’s eine besondere „Chemie“ zwischen Euch?
Julia: Ja, ich denke schon, denn wir haben uns zwar zusammengetan, aufgrund der Musik, aber nicht nur die Musik hat uns zusammengeschweißt. Wir sind echt gute Freunde geworden und verstehen uns super. Wenn ich mit den beiden Zeit verbringe, ist es einfach unbeschwert und sehr witzig, weil Nico und David beide sehr humorvolle Typen sind.
Nico: Definitiv. Das gute ist, dass wir nicht nur Musik machen müssen, wir treffen uns auch einfach so, um andere Dinge zu machen. Wir sind sehr gute Freunde geworden und können uns immer auf die anderen verlassen und uns alles erzählen. Dies ist vor allen Dingen beim Schreiben der Lieder wichtig, da diese oft sehr persönlich sind und man sehr tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt gewähren muss. Das funktioniert nur mit guten Freunden.

dibo: Wenn ihr zusammenhockt und spielt, wie ist der Workflow?
Nico: Wenn einer von uns etwas auf dem Herzen hat reden wir da zuerst drüber und versuchen dann das Songwriting als Art Therapie zu verwenden, um mit seinen Gefühlen klar zu kommen. Dennoch kann es auch das ein oder andere Mal vorkommen, dass wir uns ablenken lassen und mehrere Lieder gleichzeitig anfangen zu schreiben, bevor das Erste überhaupt fertig ist. Dann muss man sich nun mal zusammenreißen und strukturiert eins nach dem anderen vervollständigen. Hört sich zwar nicht danach an aber ist dennoch immer mit sehr viel Spaß verbunden und recht locker. 

dibo: Welche sind Eure Lieblingsbands oder Sänger/innen?
David: Ich glaube, ich höre sehr viele verschiedene Musikrichtungen. Als Lieblingsband würde ich Kraftklub herausstellen und als Lieblingssänger Kontra K. Unabhängig von der Musik, welche ich ebenfalls sehr gut finde, sind das sehr bodenständige Menschen, die ihren Erfolg selbst manchmal nicht begreifen und unglaublich dankbar für ihre Fans sind. Das macht sie sehr sympathisch.
Julia: Ich persönlich bin ein absoluter Shawn Mendes Fan. Dazu bewundere ich vor allem Sia und Adele, da die beiden Sängerinnen unfassbar gute und kraftvolle Stimmen haben. Ich muss sagen, dass ich nicht so viel Musik von Bands höre, aber wenn ich eine Lieblingsband nennen müsste, dann wäre es definitiv Queen.
Nico: Für mich ist es wichtig, dass ich mich mit der Musik eines Künstlers identifizieren kann. Es gibt einen britischen Singer-Songwriter namens Plested. Seine Musik ist fast schon wie ein Soundtrack für mein Leben.

dibo: Habt Ihr musikalische Vorbilder?
David: Ich muss sagen, dass ich kein wirkliches Vorbild habe. Ich feier oft bei Konzerten den Gitarristen mehr als den Bandsänger. Wenn ich einen Gitarristen herausstellen müsste, wäre es glaube ich Brian May von Queen. Ich finde generell an der Band beeindruckend, dass ihre Lieder zeitlos sind.
Julia: In gewisser Weise ist Shawn Mendes ein Vorbild für mich, denn er ist auch noch ein sehr junger Musiker, der erfolgreich wurde, dadurch dass er seine Musik in das Internet gestellt hat. Für mich ist er sehr inspirierend und ich liebe seine Musik!

dibo: Hattet Ihr schon öffentliche Auftritte? 
Nico: Ja, für unseren ersten Auftritt haben wir uns irgendwie bei einem Benefizkonzert zwischen gemogelt, da der Veranstalter uns eigentlich nicht dabei haben wollte aber wir unbedingt den Leuten zeigen wollten, was wir zu präsentieren haben. Anscheinend mit Erfolg, da wir uns am gleichen Abend noch einen Platz bei der Offenen Bühne des Scalas ergattern konnten.

dibo: Wie wichtig ist Musik in Euerm Leben?
David: Ich mag es unglaublich gerne, Gitarre zu spielen. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Instrument lernen durfte, weil es sehr oft für einen schönen Moment sorgen kann. Durch die Band hat die Musik für mich in meinem Leben nochmal ein größeren Stellenwert bekommen, da das Gitarre spielen durch eigene Melodien viel individueller und persönlicher wird.
Julia: Für mich persönlich ist Musik ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, denn durch die Musik kann man sehr viel verarbeiten. Die Musik ist ein ständiger Begleiter, seien es traurige Momente oder sehr freudvolle Ereignisse. Musik gibt mir Kraft und durch das Singen kann ich Ich-Selbst sein.
Nico: Musik ist mir sehr wichtig. Ich wache auf und mache Musik an, greife (meist noch vor meinem Handy) zur Gitarre und schreibe auf was ich gerade zu sagen habe. So entstehen viel zu viele Lieder, die wahrscheinlich niemals alle veröffentlicht werden... Die Musik ist in meinem Leben omnipräsent und einfach nicht wegzudenken.

dibo: Könnt Ihr Euch vorstellen, mehr daraus zu machen?
David: Wir haben momentan viel Spaß, zusammen Musik zu machen. Wir wollen das aufjedenfall in Zukunft noch weiterverfolgen, und wenn wir später durch unser Hobby leben könnten, wäre das natürlich Wahnsinn. An Berühmtwerden denken wir aber momentan natürlich noch nicht.
Julia: Ich stelle es mir wunderschön vor, mit Musik sein Geld zu verdienen, vor allem weil man dann etwas macht, was man liebt und es nicht etwas ist, was man machen muss. Doch ich denke, dass es sehr schwer ist, in die Musikbranche einzusteigen und dabei erfolgreich zu sein.
Nico: Die Idee hinter unserer Band ist primär der Spaß an der Musik und das wollen wir auch beibehalten. Dennoch ist es unglaublich schön zu sehen, dass man Leute mit seiner Musik erreichen kann und wenn uns die Gelegenheit geboten wird, das alles auszubauen, lehnen wir sicherlich nicht ab.

Zum Reinhören:

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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