Amphibienseminar der NAJU Kreis Wesel

Teichmolch (Lissotriton vulgaris) - das Weibchen ist am Bauch hellorange gefärbt und nicht so stark gefleckt, wie das Männchen.
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  • Teichmolch (Lissotriton vulgaris) - das Weibchen ist am Bauch hellorange gefärbt und nicht so stark gefleckt, wie das Männchen.
  • Foto: Rainer Rehbein
  • hochgeladen von Uwe Heinrich

Naturschutzjugend (NAJU) und Naturschutzbund (NABU) im Kreis Wesel bieten gemeinsam Seminare zum Erhalt der JugendleiterInnen-Card an. Jetzt hat als Teil III der Seminarreihe ein Amphibienseminar stattgefunden. Hierzu trafen sich die angehenden GruppenleiterInnen samstags im Naturschutzzentrum Wesel, um die Amphibien besser kennen zu lernen.

Patrick Moll und Uwe Heinrich führten in das Thema ein. Was sind Amphibien, wie leben sie, welche Arten gibt es in Europa und besonders gründlich: Welche Amphibien gibt es hier vor Ort und welche findet man besonders an den Amphibienschutzzäunen im Kreis Wesel?
Weiter im Blickpunkt waren die Gründe für die Gefährdung der Amphibien und mögliche Schutzmaßnahmen.
Nach dieser Einführung ging es ins Gelände. Zunächst einmal zum Teich des Naturschutzzentrums, wo bereits einige Wasserfrösche in der Sonne sitzend auf die neugierigen Seminarteilnehmer warteten. Danach ging es zu mehreren von der NAJU betreuten Amphibienzäunen und zum Reitplatz in Wesel-Obrighoven, einem bekannten Laichgewässer.
Der Fund einer Blindschleiche machte einen zusätzlichen inhaltlichen Schwenk in die Welt der Reptilien erforderlich.
Bei den Fangzaunkontrollen im Laufe des Seminartages wurden weit über 100 Tiere über die Straße gebracht, so dass sie ohne Verkehrsgefahr ihre Wanderung fortsetzen konnten.

Um die JugendleiterInnencard (JuLeiCa) zu bekommen, muss man an einer Reihe von Seminaren teilnehmen.

Inhalt von Modul I sind theoretische Grundlagen für Gruppenstunden und Freizeiten kennen.
- Welche Verantwortung hat eine Leitungsperson?
- Wie meistert man schwierige Situationen?
- Was ist in einer Notfallsituation zu tun?
- In Rollenspielen werden typische Situationen nachgestellt.

In Modul II stehen praktische Ideen für die kreative und spielerische Gestaltung von Gruppenstunden, Aktionstagen und Freizeiten im Mittelpunkt. Hier ist auch die eigene Kreativität gefragt.
Es werden einige pädagogische Spiele ausprobiert. Dabei gilt es die Grundprinzipien der Umweltbildung kennen zu lernen und diese praktisch umzusetzen.

Das Modul III vermittelt Artenkenntnisse. Egal ob aus der Botanik oder der Zoologie – vieles ist hier möglich.

Als letzter Baustein gehört noch ein Erste-Hilfe-Kurs zum Gesamtpaket der Ausbildung zum Kinder-und Jugendgruppenleiter.

Autor:

Uwe Heinrich aus Wesel

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