"Trockener März erfreut des Bauern Herz“ gilt in diesem Jahr nicht

Wenn das so weitergeht, werden die Landwirte in diesem Sommerhalbjahr oft die Bewässerungsanlagen anwerfen müssen!
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  • Foto: Herbert Kosin (Xanten)
  • hochgeladen von Dirk Bohlen

Trockenheit könnte zum Problem werden

Während sich die meisten Mitbürger über das schon fast frühsommerliche Wetter freuen, machen sich viele Landwirte Sorgen. „Es hat seit Wochen nicht geregnet, Äcker und Wiesen sind für die Jahreszeit ungewöhnlich trocken und nennenswerter Regen ist nicht in Sicht“, betont Wilhelm Neu, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Wesel.

„Trockener März erfreut des Bauern Herz“, heißt es in einer alten Bauernregel. „In diesem Jahr gilt das aber nicht ganz“, so Wilhelm Neu „Wir sind mit einem Niederschlagsdefizit aus den Wintermonaten gekommen, sodass sich der nach wie vor ausbleibende Regen negativ auf die weitere Entwicklung der im Herbst gesäten Pflanzen auswirken könnte. Auf der anderen Seite hatten wir gute und frühe Bestellbedingungen für die Pflanzen, die im Frühjahr ausgesät wurden“, erklärt der Vorsitzende. Das Sommergetreide konnte aufgrund der durchweg guten Bestellbedingungen früh ausgesät werden und sei mittlerweile weitestgehend aufgelaufen. „Sollten die vorherrschenden Bedingungen weiter anhalten, werden die Pflanzen allerdings weniger Triebe bilden“, so der Vorsitzende.
Viele Pflanzenbestände seien etwas weiter als in Normaljahren entwickelt, aber nicht sehr üppig. Auch die für die Entwicklung der Kulturen wichtigen Nährstoffe aus der Frühjahrsdüngung können bei den trockenen Witterungsverhältnissen nur im begrenzten Umfang aufgenommen werden.
„Die nun schon länger anhaltende Trockenheit ist mit Sicherheit nicht unkritisch, aber es muss bei weitem nicht zu einem bösen Ende kommen“, sagt Wilhelm Neu. Das habe das vergangene Jahr mit umgekehrten Vorzeichen am Jahresbeginn und Hocherträgen am Vegetationsende bewiesen.
Das Grünland sei durchgängig weit entwickelt und die Schnittreife werde dieses Jahr früher als unter normalen Bedingungen erreicht sein. Teilweise seien recht inhomogene Bestände zu finden. „Nachsaaten sind, insbesondere unter den trockenen Bedingungen, nicht sinnvoll“, so der Vorsitzende abschließend.

Autor:

Wilhelm Neu aus Wesel

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