Unseriöser Wahlkampf mit Wölfin Gloria

Zehn Monate alte Wölfin
  • Zehn Monate alte Wölfin
  • Foto: Michael Hamann
  • hochgeladen von Uwe Heinrich

Es tut weh, mit welchemPopulismus und welcher Unwissenheit in Schermbeck der FDP-Ortsvorsitzende, Simon Bremer, und leider auch der CDU Bürgermeister Mike Rexforth gegen die Wölfin zu Felde ziehen. Herr Bremer ist sich nicht zu schade, Fakten mit pauschalen Mutmaßungen zu vermischen und diese dann den gewillten Lesern als vermeintlicher Kümmerer aufzutischen. Die Schafsrisse etc., die er der Wölfin ankreidet, wären alle nicht passiert, wenn Herdenschutzhunde im Einsatz gewesen wären. Das Buhlen um die Nutztierhalter ist von Herrn Bremer unseriös, da bereits für die geschädigten Tierhalter ausreichend Hilfe durch das Landesumweltministerium zur Verfügung steht. Sollten Hobby-Züchter mit zu kleinem Tierbestand nicht davon profitieren können, liegt es an den Haltern selbst, sich um entsprechende Schutzmaßnahmenzu kümmern. Sowohl Bürgermeister Rexforth als auch Herr Bremer sind unisono der Meinung, dass der Wolf in großen Teilen der Schermbecker Bevölkerung für Unruhe sorgen würde. Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage stelle ich deutlich in Abrede. Gibt es dazu eine empirische Untersuchung? Allgemein ist festgestellt worden, dass deutschlandweit der Wolf durchaus willkommen ist.
Die Wölfin „Gloria“ist bisher nach wissenschaftlicher Beurteilung des LANUV kein Problemwolf. Diese Wölfin zum Abschuss freizugeben, würde zum jetzigen Zeitpunkt hochgradig gegen die europäische Schutzmaßnahme für wildlebende Wölfe verstoßen. Dass der Bürgermeister Mike Rexforth nicht zur Flinte greifen möchte, spricht ja für ihn. Er will, dassdie Wölfin umgesiedelt werden soll und zwar schleunigst. Dieses wiederum spricht für Unkenntnis pur. Es dürfte nicht leicht sein, die Wölfin zu fangen; zudem bringt die Umsiedlung gar nichts, da diese Dauerläuferin fähig ist, ihr ursprüngliches Revier wieder aufzusuchen. Selbst wenn die Wölfin einige Hundert Kilometer weit entfernt ausgesetzt werden sollte.
Ich bedauere sehr, dass Politiker den Wolf zu Wahlkampfzwecken nutzen und mit unhaltbaren Behauptungen auf Stimmenfang gehen.
NABU-Pressemittilung

Autor:

Uwe Heinrich aus Wesel

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