Positionsbestimmungen kurz vor der Bundestagswahl (Kandidaten der Bezirke 113,114 und 117)
An die Jungwähler/innen: Die finalen Statements der potenziellen Mandatsträger

Wähler, die unbekannten Wesen. Sind sie im Durchschnitt älter oder doch jünger? Wir baten die Kandidat(inn)en in den Weseler Wahlsektoren um Statements, die insbesondere die Jungwählerschaft anspricht.
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  • Wähler, die unbekannten Wesen. Sind sie im Durchschnitt älter oder doch jünger? Wir baten die Kandidat(inn)en in den Weseler Wahlsektoren um Statements, die insbesondere die Jungwählerschaft anspricht.
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Eine ganze Reihe der Kandidaten für die Bundestagswahl am kommenden Sonntag finden Sie zurzeit auf etlichen Plakaten zwischen Xanten, Schermbeck, Moers und Oberhausen. Wie diese Menschen und ihren Konkurrent(inn)en heißen und wie sie Jungwähler ansprechen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Viele der Aspiranten haben uns bereits aufschlussreiche Interviews gegeben. Dieses Mal bat die Redaktion sie darum, sich mit einem finalen Statement direkt an die junge Wählerschaft zu wenden. Die Ergebnisse lesen Sie hier.

Bernd Reuther (FDP): "Wahlen sind der Grundpfeiler der Demokratie und bestimmen den Kurs unseres Landes. Deswegen ist es so wichtig von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wer das nicht tut, stärkt die politischen Ränder, die sich gegen unsere freiheitliche Grundordnung wenden. Gehen Sie deswegen am 26. September wählen!
Wir Freien Demokraten setzten uns daher besonders für Jungwähler ein. Unser Fokus liegt dabei auf einer besseren Bildung, dem Ausbau der digitalen Infrastruktur - auch auf dem Land - sowie der Erfüllung der Klimaziele. In der Pandemie wurden uns die zahlreichen Probleme insbesondere in den Schule und Unis aufgezeigt. Sei es die digitale Verteilung der Hausaufgaben oder eine Online-Vorlesung - nichts hat problemlos funktioniert. Das wollen wir Freien Demokraten mit innovativen Lösungsansätzen ändern. Das gilt auch für den Klimaschutz, der nicht mehr bis ins kleinste Detail geregelt werden soll, sondern ganzheitlich angepackt werden muss. Nie gab es mehr zu tun!"

Sascha Wagner (DieLinke): "Liebe (Erst)-Wähler:innen,#% bei dieser Bundestagswahl entscheidet es sich: Wer zahlt die Kosten der Corona-Krise? Um das Klima zu retten, müssen wir Wirtschaft und Gesellschaft umbauen. Wessen Leben wird leichter, wer wird es schwerer haben? DIE LINKE sorgt dafür, dass sich niemand zwischen dem Arbeitsplatz und der Zukunft der eigenen Kinder und Enkel entscheiden muss. Klimaschutz mit sicheren Arbeitsplätzen und guten Löhnen zu verbinden: Das geht. Ein krisenfestes Gesundheitssystem, das alle gleich gut versorgt, Löhne, die für ein gutes Leben und für sichere Renten reichen und ein Sozialstaat, der alle sicher vor Armut schützt und gute Bildung, bezahlbare Wohnungen, kostenfreien Nahverkehr bereitstellt ist unser Ziel. Die Superreichen sind in der Corona-Krise reicher geworden, während viele Beschäftigte mit Kurzarbeit kaum über die Runden gekommen sind. Geld ist genug da. Wenn alle ihren gerechten Beitrag leisten. Das geht, mit einer starken LINKEN. Deshalb bitte ich um Unterstützung."

Stefanie Weyland (Grüne): "Liebe Erstwählerinnen und Erstwähler,
die kommende Bundesregierung wird möglicherweise die letzte sein, die mit einem konsequenten Klimaschutz die schlimmsten Folgen des Klimawandels abfedern und Deutschland auf dem Pfad zum 1,5 Grad-Ziel halten kann. Wir Grüne setzen uns für Klimagerechtigkeit ein, um die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen zu schützen. Gleichzeitig möchten wir der Jugend z.B. durch die Absenkung des Wahlalters eine Mitsprache bei den wichtigen Zukunftsentscheidungen ermöglichen. In der Pandemie habt Ihr euch solidarisch gezeigt und die größten Lasten und die Einschränkung Eurer Freiheiten mitgetragen. Seit Jahren stellt Ihr bei den Klimastreiks Eure politische Reife unter Beweis. Nun ist es an der Zeit, dass Ihr endlich Gehör findet. Für mehr Klimaschutz und um ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen bitte ich um Eure Unterstützung und um beide Stimmen für Bündnis 90/Die Grünen."

Wolf-Dieter Rochlitz (MLPD): Liebe Erstwählerinnen und -wähler, 
liebe Jugendliche,
das allgemeine Wahlrecht hat sich die Menschheit erst seit gut hundert Jahren erkämpft. Es gilt noch längst nicht für alle. Migranten, die dauerhaft hier leben, wird es verwehrt, nur weil sie keinen deutschen Pass haben. Das Wahlalter sollte auf 16 oder 15 gesenkt werden. Heute ist die Jugend viel politischer als zu meiner Jugendzeit. Die Jugend ist die aktivste Kraft in der Gesellschaft und soll im Kampf um gesellschaftliche Veränderungen an der Spitze stehen. Nutzt das Wahlrecht als Abstimmung für eure Interessen! Doch das Kreuz auf dem Wahlzettel bestimmt nicht die politische Richtung. Die Macht geht im Parlament nicht vom Volk aus, sondern von führenden Monopolen, wie VW, Siemens, und anderen. Grundlegende Veränderungen gibt es nur durch den Kampf der Massen. Ihr setzt mit Fridays for future ein Signal. Geht den Weg weiter und diskutiert über gesellschaftliche Alternativen zum Kapitalismus! Viel Erfolg!"

Sabine Weiss (CDU): "Ihr habt die Wahl und Ihr entscheidet, wer Deutschland in Zukunft führen wird. Entscheidungen in der Familienpolitik, der Außen- und Entwicklungspolitik, der Wirtschaftspolitik und natürlich auch beim Umweltschutz beeinflussen Euer Leben direkt. Daher ist es so wichtig, zur Wahl zu gehen. Jede Stimme für eine demokratische Partei ist eine Stimme gegen die extremen Parteien insbesondere gegen die AfD.
Mit der CDU stehe ich für starken Klimaschutz und eine starke Wirtschaft, die Wohlstand und Arbeitsplätze sichert. Neue Schulden, die die Jugend auch in vielen Jahren noch zurückzahlen muss, lehne ich ab. Deutschland soll das erste klimaneutrale Industrieland werden, in dem alle Menschen gut, sozial abgesichert und sicher leben können. Ich möchte weiterhin mit meiner Erfahrung die Zukunft unserer Heimat gestalten und bitte daher um Eure Stimme."

Hans-Peter Weiß (Grüne): Liebe junge Wählerinnen und Wähler,
die Bundestagswahl morgen ist vermutlich Ihre erste Bundestagswahl. Doch diese Wahl ist nicht wie jede andere, diese Wahl ist eine KLIMAWAHL! Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass sich durch den Ausstoß von Treibhausgasen (z.B. Kohlenstoffdioxid) die Temperatur kontinuierlich erhöht. Trotzdem hat die Bundesregierung aus SPD und CDU in den vergangenen Jahren keine effektiven Maßnahmen getroffen, diesen Prozess aufzuhalten. Es drohen fatale Folgen für unseren Planeten und uns Menschen: Das Polareis schmilzt, der Meeresspiegel steigt, der Mittelmeerraum droht unbewohnbar zu werden.
Wissenschaftler haben die jetzigen Programme der Parteien auf ihre Klimatauglichkeit geprüft und festgestellt, dass das Wahlprogramm der Grünen die besten Ansätze und Ideen zum Klimaschutz beinhaltet. Es geht um IHRE Zukunft, die sich morgen entscheidet. Noch ist es möglich, das Schlimmste zu verhindern. Daher gehen Sie wählen, wählen Sie für das Klima: Wählen Sie Grün!

Matthias Moser (dieBasis): "Liebe Jung- und Erstwähler!  Im Vertrauen auf die Welt der Erwachsenen sind Sie in unsere Kultur hineingewachsen. Sie haben eine Schule besucht, vielleicht den Führerschein gemacht- die etablierte Welt mit ihren Normen und Gesetzen achten Sie zu Recht, denn sie werden noch lange darinnen leben und ihre Zukunft gestalten. Gesetze werden formuliert, Regeln für das Zusammenleben neu definiert, und dabei erleben wir, wie unser Gemeinwesen einer ständigen Veränderung und Nachjustierung unterliegt. Wer stößt diese Veränderung an? Von wem gehen welche Impulse aus? Die Antwort steht fest: alle Macht geht vom Volke aus. Ist das wirklich so? Erleben wir uns als verantwortende, gestaltende Bürger? Wer ist der Souverän? Dies ist die Frage nach der Macht. Macht aber hat, wer über Wissen und Meinungen verfügt. Ist das Wissen nicht unabhängig, ist es wiederum machtlos. Es kann nur vorangehen, wenn gründliche, freie Informationen allgemein zugänglich sind. Auch dafür steht dieBasis."

Rainer Keller (SPD): "Die nächste Wahl wird spannend, weil sie entweder die Weichen in eine gute Zukunft stellt oder es bleibt bei einem Weiter-So und Stillstand. Ich werde häufig gefragt, warum junge Menschen wählen sollen. Die Antwort liegt auf der Hand: Es geht um unsere Zukunft und durch Wahlen bestimmen wir, wie wir einen effektiven Klimaschutz, eine stabile Rente und faire Mieten gewährleisten.
Darüber hinaus wollen wir als SPD gerade junge Menschen weiter in politische Entscheidungsprozesse einbinden, indem wir das Wahlalter auf 16 Jahre setzen. Kinder- und Jugendparlamente möchten wir stärken und einen Jugend-Check bei neuen Gesetzen einführen. Wir wollen das Kindergeld direkt an Jugendliche in Ausbildung auszahlen. Das Bafög reformieren mit Vollzuschuss (dann würde man das Berufsleben nicht direkt mit einem Kredit starten, die Hälfte müsste nicht zurück bezahlt werden) einen für Netzanbieter verpflichtenden kostengünstigen Sozialtarif für Schüler:innen und Studierende. Wir geben jedem ausbildungsfähigen und willigen Jugendlichen eine Ausbildungsgarantie."

Sidney Lewandowski (DieLinke): "Liebe Erstwählerinnen und Erstwähler,
Warum soll man überhaupt wählen gehen? Es geht um die Zukunft von uns allen und vor allem um Eure Zukunft. Denn junge Menschen werden die jetzigen politischen Endscheidungen in der Zukunft deutlich spüren.
Für uns als DIE LINKE. Ist klar: In Bildung muss viel mehr investiert werden. Corona hat gezeigt wie marode manche Schulen sind. Schon einfache Dinge stellen die Schulen vor große Herausforderungen. Anstelle Luftfilter oder andere wichtige Technik einsetzten, muss im Winter gelüftet und in Jacken gelernt werden.
Der öffentliche Nahverkehr muss massiv ausgebaut werden. Eine Busfahrt von Kamp-Lintfort nach Wesel darf keine 1,5 h dauerten wie es leider aktuell der Fall ist. Jugendlichen die noch keinen Führerschein haben muss ein vernünftige Mobilität angeboten werden. Wohnen wird immer mehr zum Problem. Wer in der Ausbildung oder am Anfang des Berufslebens steht, hat Probleme eine bezahlbare Wohnung zu finden. Denn Städte müssen finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern erhalten, um Wohnungen zu schaffen.
Deshalb mein Appell: Es stehen wichtige, richtungsweisende Entscheidungen für Eure Zukunft an. Wollt Ihr eine Zukunftsorientierte Politik haben dann bitte ich Euch um Eure Stimme."

(Die Statements sind in der Reihenfolge aufgeführt, in der sie die Redaktion erreichten.)

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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