„Die Sonne hat die Rüben süßer gemacht“

Wilhelm Neu, Kreisbauernvorsitzender der Kreisbauernschaft Wesel e.V.
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Die Rübenkampagne startet - Gute Ernte bei Zuckerrüben zu erwarten

Gute Erträge und gestiegene Zuckergehalte in den Zuckerrüben – das erwarten die Rübenbauern. „Ende der kommenden Woche startet im Rheinland die Rübenkampagne. Dann transportieren die Landwirte ihre Rüben wieder zu den Zuckerfabriken Jülich, Appeldorn und Euskirchen“, betont Wilhelm Neu, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Wesel e.V.. Die Rekordergebnisse aus dem vergangenen Jahr werde man wohl kaum erreichen, aber mit durchschnittlichen Erträgen sei durchaus zu rechnen. Rund 70 t Rüben/ha bei zumindest 17,5 % Zuckergehalt werden nach Angaben des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes (RRV) erwartet. Die Zuckererträge liegen bei über 12 t/ha.

„In diesem Jahr liegt der Ernte- und Verarbeitungsbeginn Mitte September im üblichen Zeitrahmen“, so Neu. Nur im vergangenen Jahr habe man die Kampagne früher gestartet, da eine höhere Rübenmenge nötig gewesen und die Versorgungslage am europäischen Zuckermarkt knapp seien, erklärt der Vorsitzende. Nach den Proberodungen des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes wird das Ertragsergebnis etwas unter dem des Vorjahres liegen. Die Rüben konnten zum passenden Zeitpunkt gesät werden, aber das eher kühle Frühjahr und das zuletzt sehr trockene Wetter hätten das Rübenwachstum begrenzt. „Die Sonne hat die Rüben süßer gemacht und den Zuckergehalt der Rüben überdurchschnittlich ansteigen lassen“, erklärt der Vorsitzende. Im Vergleich zum fünfjährigen Mittel liegt der Ertrag auf gutem Niveau.

Die verarbeitete Zuckerrübe finden Verbraucher nicht nur im bekannten Brotaufstrich Zuckerrübensirup wieder, sondern vor allem im Zucker zur Lebensmittelerzeugung und für den Industrierübenanbau, dessen Zucker vor allem in der chemischen Industrie Verwendung finde. Außerdem würden Rüben in steigendem Maße als Substrat für Biogasanlagen genutzt, was im vergangenen Jahr zu einer Erhöhung der Anbaufläche geführt hat. Mit der Rübe ist man in der Lage, umgerechnet rund 6 000 m³ Gas je ha zu erzeugen. Das rheinische Anbaugebiet erstreckt sich von der Mosel im Süden bis Münster im Norden und von Aachen im Westen bis Dortmund im Osten. Hier werden im Jahr 2012 auf rund 52 000 ha Zuckerrüben zur Zuckererzeugung angebaut.

Autor:

Wilhelm Neu aus Wesel

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