Einzelhandelsverband warnt vor "Kasseler Bord"

Würden beiden Straßenseiten mit dem Bordstein versehen, würde eine tiefliegende Fahrrinne entstehen, befürchtet der EHV.
  • Würden beiden Straßenseiten mit dem Bordstein versehen, würde eine tiefliegende Fahrrinne entstehen, befürchtet der EHV.
  • Foto: (Animation) Einzelhandelsverband Niederrhein
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Wo: Mathenakreuz, Korbmacherstraße, 46483 Wesel auf Karte anzeigen

In der kommenden Ratssitzung (13. Dezember) soll eine weitere Entscheidung zur Neugestaltung der Fußgängerzone getroffen werden. Unteren anderem geht es auch um die Planungsüberlegungen für die Kreuz-/Korbmacher Straße und hier speziell über die zukünftige Abwicklung des Busverkehrs.

Wie jetzt der Einzelhandelsverband in einer Pressemitteilung nachdrücklich fordert, soll sich die Politik auf Ergebnisse der Gutachter und der eingesetzten parteiübergreifenden Arbeitsgruppe besinnen, die die Beibehaltung des heutigen Busstandortes forderte, den Rückbau der Busbuchten präferierte und sich für einen ebenerdigen Ausbau ausgesprochen hätten.

Dies bedeute dann, dass das so genannte Kasseler Bord nicht bebaut würde.
Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes: "Wir haben in der Arbeitsgruppe einen Konsens gefunden, der von Verwaltung, Gestaltungsbeirat, ISG City Achse und uns befürwortet wird."

Es könne nicht sein, dass man auf einer Länge von mehr als 35 Meter beidseitig neue Barrieren für querende Fußgängerverkehre schaffen würden, die allein von der Optik eine Fahrrinne darstellen würde, da die Flanierflächen zwischen 16 und 18 Zentimeter höher lägen.

Bommann legte in diesem Zusammenhang zwei Perspektiven vor (vergl. Bild: linke Seite mit, rechts ohne Bordstein), die aus der Sicht des Verbandes sehr deutlich machen würden, dass eine ausgeprägte Fahrrinnensituation entstünde, die dem Charakter einer Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer total widerspräche.

Auch die eingesetzten Verkehrsgutachter hatten auf der Basis von Verkehrszählungen sich letztendlich gegen das Kasseler Bord ausgesprochen.
Bommann weiter: "Einzelhändler und Hauseigentümer sind ständig bemüht, die
Eingangsbereiche barrierfrei zu gestalten, um damit allen Bevölkerungsteilen die Möglichkeit zu bieten, bequem und sicher die Geschäfte aufzusuchen. Hier will die Stadt den umgekehrten Weg gehen und baut Stolperkanten auf."

Der Verbandsvertreter sieht bei allem Verständnis für die busfahrenden und gehbeeinträchtigten Personen durchaus Alternativen, die Innenstadt zu erreichen, womit er die Haltepunkte "Am Wall", "Großer Markt" oder "Bahnhof" meinte.
Auch der Einzelhandelsverband hält es für wünschenswert, dass die Betroffenen bequem, sicher und barrierfrei die City erreichen könnten. Mit einem Kasseler Hochbord schösse man allerdings über das Ziel hinaus.
Aus der Sicht der Stadt wäre zu bedenken, dass diese Barriere "Kasseler Hochbord" auf Jahrzehnte hin bestehen würde.

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