Seniorenprojekt des Evangelischen Krankenhauses Wesel in Büderich
Endgültige Absage für Altenheimbau im Polderdorf / Bedauern auf allen Seiten

Viel Zeit wurde in Planung und Konzeption für das Projekt „Seniorenwohnquartier in Büderich“ investiert, auch ein hoher finanzieller Aufwand ging damit einher. Das Evangelische Krankenhaus Wesel, die Evangelische Kirchengemeinde Büderich und die Stadt Wesel bedauern das Aus sehr.

Es sollte ein neues Zuhause für ältere Menschen werden, das sich architektonisch harmonisch ins Bild des Polderdorfes eingefügt hätte. Konzipiert vor allem für Senioren aus Büderich und Umgebung, um sicherzustellen, dass diese auch im fortgeschrittenen Lebensalter weiterhin im vertrauten Lebensraum verbleiben können. Vor dem Hintergrund, dass sich zwei Familien aus der unmittelbaren Nachbarschaft gegen das Bauvorhaben ausgesprochen haben, zieht sich das Evangelische Krankenhaus Wesel nun endgültig zurück. Die Stadt Wesel konnte aufgrund dessen keine Baugenehmigung erteilen. „Das positive Votum der anderen Nachbarn findet damit leider kein Gehör“, bedauert man auch von Seiten der Behörde.

„Da wir nun keine Möglichkeit mehr sehen, die Baupläne für das Gebäude so zu verändern, dass Wirtschaftlichkeit sowohl bei der Errichtung, als auch beim späteren Betrieb gewährleistet sind, sehen wir uns gezwungen, von dem Projekt Abstand zu nehmen“, erläutert EVK-Geschäftsführer Rainer Rabsahl.

Um dem im Stadtgebiet Wesel vorhandenen Bedarf an vollstationären Pflegeplätzen Rechnung zu tragen, konzentriert sich das Evangelische Krankenhaus Wesel nun auf einen Alternativbau in Wesel im Ortsteil Obrighoven. „Damit stellen wir uns unserer sozialen Verantwortung“, so Rabsahl, der aber auch betont, dass die mit der Bauvoranfrage bei der Stadt Wesel eingereichten Pläne erheblich von den ursprünglichen Entwürfen abgewichen haben. „Mit diesen Änderungen ist das von uns beauftragte Planungsbüro auf die uns vorgetragenen Vorbehalte der beteiligten Nachbarn eingegangen und diesen entgegengekommen“.

Nicht nur das Evangelische Krankenhaus Wesel als Bauherr und späterer Träger des Büdericher Altenheimes bedauert, dass das Bauvorhaben nicht realisiert werden kann. Auch die evangelische Kirchengemeinde ist sehr enttäuscht darüber. „Die ablehnende Haltung einiger Nachbarn hat leider das bestens ins Dorfentwicklungskonzept passende Gemeinschaftsprojekt verhindert, das von vielen Menschen in Büderich gewünscht und für nötig angesehen wird“, konstatiert denn auch Pfarrerin Susanne Kock.

„Wir haben die Pläne mehrfach überarbeiten lassen. Dabei wurde unter anderem die Fassade entsprechend der Vorstellungen des Gestaltungsbeirates deutlich weiter entwickelt“, erläutert der Geschäftsführer. Zudem sah die überarbeitete Version eine Zurücksetzung des Staffelgeschoss vor sowie die des Gebäudes insgesamt um zwei Meter. Somit hätte der Komplex deutlich fragiler gewirkt und sich harmonisch in die Infrastruktur angepasst. Auch auf der Gebäudeseite zur Weseler Straße hin hätten sich die vorgesehenen Veränderungen des Ein- und Übergangsbereiches optisch und verkehrstechnisch sehr gut eingefügt. Bedenken hinsichtlich der Parkraumgestaltung konnten laut Meinung Rabsahls ausgeräumt werden.

Viele Bürgerinnen und Bürger in Wesel-Büderich sowie der angrenzenden linksrheinischen Ortsteilen und Bauernschaften hätten aktuell und perspektivisch von diesem Projekt profitieren können. „Natürlich stehen diesen auch die Pforten in unserem neuen Altenheim in Obrighoven offen, wenn es dann realisiert ist“, kommentiert Geschäftsführer Rabsahl die Angelegenheit final.

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