Feuerwehren sollen Ernstfall proben – Ergebnis der AG BETUWE: "Testlauf zur Katastrophenabwehr"
Gefahrgut-Transporte auf der BETUWE Güterzug-Trasse

Wie groß sind die Sicherheitsmängel an der BETUWE Güterzug-Trasse? Feuerwehren sollen für den Ernstfall proben.
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Vor dem Hintergrund steigender Gefahrgut-Transportmengen und aktueller Unfälle hat Gert Bork, der Sprecher des Verbandes der Bürgerinitiativen entlang der Betuwe-Linie, mit Erfolg angeregt, einen Sicherheits-Testlauf auf deutscher Seite zu starten.

Gefahrgut-Transporte auf der Trasse Oberhausen – Emmerich nehmen stark zu, insbesondere weil die niederländische Regierung so weit irgendwie möglich sämtliche Gefahrgüter über diese Trasse führen will. Gefahrgut soll in den Niederlandengrundsätzlich weg von der Straße und weg von schlecht gesicherten Zugtrassen, um das Risiko von Gefahrgut-Katastrophen für alle niederländischen Bürger zu verringern.

Wie sieht es mit Sicherheit aus?

Zu diesem Zweck sei der niederländische Teil der Gleise eine Hochsicherheits-Trassemit Vorkehrungen, die bei uns in Deutschland nicht vorgesehen seien, heißt es in der Presseinfo, in der die folgende Fakten-Quelle genannt ist: www.betuwe-gefahr.de

Beispielhaft ist das zeitraubende Verfahren, mit dem die deutschen Feuerwehren über die Ladung von verunglückten Waggons informiert werden. Konkret informiert der Fahrdienstleiter des Netzbetreibers zuerst die Notfallzentrale der Deutschen Bahn über den Inhalt der Waggons, die wiederum die Kreis-Notfall-Leitstellein Kenntnis setzt.
Diese Notfall-Leitstelle soll die Feuerwehr-Einsatzkräfte vor Ort darüber informieren, welche Stoffe in den Waggons sind. Und dann ist noch kein Notfallmanager der Bahn vor Ort – Stichwort: Erdung der Oberleitung!
Auch dieWasserbeschaffung mit Spezialfahrzeugen sowie der Gesamtablauf erscheinen für die Bürgerinitiativen doch überprüfenswert.

Entgleisung im Bahnhof Dinslaken ...

Nicht zuletzt die Entgleisung von neun Gas-Kesselwagen im Bahnhof Dinslaken, ausgelöst durcheinen Tresor auf den Gleisen, ruft Sorgen um die Sicherheit am Gleis auf.
Auch Unglücke wie in Meerbusch zeigen, wie komplex und zeitraubend Rettungsaktionen für die Feuerwehren sind. DieAbstimmung mit dem Notfall-Manager der Deutschen Bahn dort war viel zu zeitaufwändig.

Großes Interesse am Testlauf

Gert Bork hat diese Sorgen und Ängste der Mitglieder der Bürgerinitiativen und vieler Anwohneraufgegriffen und einen Testlauf angeregt. In Absprache mit der Feuerwehr, die ebenfalls ein großes Interesse hat, wurde die Deutsche Bahn angesprochen.

Die Bahn zeigt Verständnis, wünscht abereine klare Anforderung durch die Kommunen.
In der AG Betuwe, dem kommunalen Arbeitskreis der Bürgermeister, fand Gert Bork am 6. Februar 2019 allseits Unterstützung für seinen Vorschlag. Der Sprecher der Kommunen, der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers, wird bei der DeutschenBahn weitere Informationen sowie einen Testlauf für die kommunalen Feuerwehren einfordern.

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