Leserbrief - Wie die Corona-Diskussion und behördliche Maßnahmen die Meinungsfreiheit blockieren
"Man wird schnell in eine komische Ecke gestellt"

Unsere Leserin Andrea Pieper schickte einen interessantes Leserbrief zum Thema Corona.
Darin steht zu lesen ...

3:15 in der Nacht ist es gerade jetzt, während ich beginne den Text für diesen Leserbrief in die Tasten zu geben. Ich zähle nun nicht mehr mit, die wievielte Nacht es ist, in der ich unter Schlafstörungen leide, weil ich nicht mehr zur Ruhe komme. Diese hätte ich dringendst nötig, auch, weil ich zu denen gehöre, die sozusagen von chronischen Vorerkrankungen betroffen sind. Das in dieser 'un-heiligen', vom Corona-Virus gebeutelten Zeit! Und ja! Nun könnte ich mich an den Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Wesel wenden, der professionelle Beratung anbietet auch in Dingen Schlafstörungen, von denen wohl momentan viele Menschen betroffen sind. Auch, wenn ich dankbar bin, dass diese Beratung 'ins Leben gerufen wurde', ist mein Weg nun aber dieser hier, nämlich offen zu machen, was mich gerade so umtreibt – mich also keinen Schlaf finden lässt, der so unendlich wichtig ist für (m)ein eh wackeliges Immunsystem.

Es ist nicht etwa das Corona-Virus, von dem ich mich wirklich 'bedroht' fühle. Nein, es ist 'das', was das Angst-Virus, das flutartig Massen infiziert zu haben scheint, mit den Menschen macht. So nehme ich eine große Spaltung der Gesellschaft wahr – und ich sehe hier zunehmend ein freundliches, achtsames Miteinander bedroht. Zudem können meines Erachtens verschiedene Haltungen zu den Corona-Maßnahmen nicht mehr ausdiskutiert werden, ohne dass man sogleich in ganz 'komische Ecken' gestellt wird, je nachdem, welche Sicht man auf diese Dinge hat.

Diese Spaltung beginnt bei Manchen schon - so ein guter Freund und Journalist, zuhause am Küchentisch und greift um sich bis in die Tiefen der Gesellschaft. Was ist da mit 'Meinungsfreiheit' – diesem kostbaren Gut, die nicht nur für mich in ganz 'schlimme Schieflagen' geraten ist. Und na klar, Diskussionen können und dürfen mal hitzig verlaufen. Das ist doch das 'Wesen ihrer Dinge' – oder etwa nicht? Ganz bestimmt auch muss ich mich selbst immer wieder hinterfragen – auch 'nachkorrigieren' - ja, ob auch ich 'andere Meinungen' – gerade in Hinsicht auf Themen rund um das Corona-Virus, so stehen lassen kann, wie mein Gegenüber sie in den Raum gibt. Ja, das ist eine Herausforderung! Aber, ganz wichtig!!! Und nicht nur in dieser Zeit: Es lebe die Meinungsfreiheit! Ich bin eine glühende Verfechterin dieser!

Mir liegt es wirklich am Herzen, mein Anliegen – gerade auch in Dingen 'Meinungsfreiheit' und 'Freundliches MitEinAnder' über diesen Leserbrief 'auch in den öffentlichen Raum', bzw. mein unmittelbares Umfeld zu geben.

Andrea Pieper

Autor:

Lokalkompass Kreis Wesel aus Wesel

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