Nicht nur für Frauen: ein Ausblick auf 2018 von Barbara Cornelißen (Gleichstellungsbeauftragte)

Barbara Cornelißen

Das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Deutschland wird in 2018 gerade erst einmal 100 Jahre alt. Seit dem Erhalt des Wahlrechtes können Frauen und Männer gemeinsam darüber entscheiden, wie wir in Deutschland leben möchten. Das Wahlrecht war ein erster großer Schritt zur Gleichberechtigung von Frau und Mann. Trotzdem ist es wichtig, dass wir alle tagtäglich aktiv unsere Rechte und Pflichten als Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen, um die Chancengleichheit aller weiterhin zu fordern und zu fördern.

Bei verschiedenen Aktionen können wir ein ZEICHEN SETZEN, indem wir uns mit unserer Anwesenheit beteiligen. Zum Beispiel bei den beiden weltweiten Aktionen „One Billion Rising“ am 14. Februar und dem Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ am 25. November eines jeden Jahres. Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und viele andere Organisationen planen regelmäßig Veranstaltungen zu den jeweiligen Terminen, um auf die Unterdrückung und die unterschiedlichen Formen von Gewalt an Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. Zudem soll jede Betroffene durch diese Aktionen erkennen, dass sie auf ihrem Weg aus der Gewalt, nicht allein ist.

Viele kostenfreie und anonyme Beratungsangebote in Deutschland bieten Mädchen und Frauen die Hilfe, die sie benötigen. Hier in Wesel wird dies unter anderem durch die Frauenberatungsstelle in der Sandstraße 36 (Telefon: 0281/27990) gewährleistet. Zudem können Betroffene rund um die Uhr Beratung beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter 08000/116016 und online auf www.hilfetelefon.de erhalten.

Sich in unsere Gesellschaft einzubringen, kann aber auch bedeuten anderen ein VORBILD zu SEIN. Jede Frau, die selbstbewusst eine neue Position in ihrem Job annimmt, ist Vorbild für andere Frauen. Jeder Mann, der genauso selbstbewusst in Elternzeit geht, verdeutlicht anderen, wie wichtig das Umdenken in unserer Gesellschaft ist. Vorbild sein kann auch jede oder jeder Arbeitgebende, indem bewusst über Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten nachgedacht und ein entsprechendes Angebot geschaffen wird. Vorbilder sind wir alle, wenn wir uns dafür einsetzen, dass das Gehalt rein nach Leistung bezahlt wird.

Bei der Entscheidungsfindung, ob und wie wir alle Vorbild sein können, unterstützen nicht nur die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, sondern auch das Jobcenter und die Agentur für Arbeit. Erwähnenswert ist zudem die Fachstelle Frau und Beruf beim Kreis Wesel (Telefon: 0281/207-2201), die mit ihrer kompetenten Beratung weiterhelfen kann.

Für 2017 bedanke ich mich sehr herzlich bei allen Kooperationspartnerinnen und –partnern, die uns kommunale Gleichstellungsbeauftragte bei unserer Arbeit zur Gleichberechtigung von Frau und Mann tatkräftig unterstützt haben.

Für 2018 freue ich mich auf all diejenigen, die weitere Schritte in Richtung Chancengleichheit mit uns gehen wollen.

Barbara Cornelißen
(Gleichstellung Stadt Wesel)

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