Osterhasen fordern: Keine unfaire Schokolade mehr!

Streikende Osterhasen fordern faire Bedingungen für die Kakaobauern Westafrikas.
  • Streikende Osterhasen fordern faire Bedingungen für die Kakaobauern Westafrikas.
  • hochgeladen von Klaus Bauer

Noch immer stecken in fast jeder Schokolade Armut und ausbeuterische Kinderarbeit. Aus Protest dagegen traten am Freitag, den 9.3.2018 um 15.30 Uhr in der Hohen Straße in Wesel die Osterhasen in den Streik: Sie weigern sich, weiterhin unfaire Schokoladenköstlichkeiten in die Osternester zu legen. Stattdessen informieren sie die Bevölkerung über die bittere Wahrheit hinter dem süßen Genuss und über Alternativen des fairen Handels. Mit der Aktion will die Eine-Welt-Jugendgruppe Wesel auf die ungerechten Zustände im globalen Schokoladengeschäft hinweisen.
Rund neun Kilogramm Schokolade pro Kopf werden in Deutschland jedes Jahr konsumiert. Insbesondere in der Osterzeit schießen die Verkaufszahlen in die Höhe. Doch während sich Kinder in Deutschland auf Schokolade im Osternest freuen, lebt die Mehrheit der Kakaobauernfamilien in Westafrika deutlich unterhalb der Armutsgrenze. Obwohl der Anteil zertifizierten Kakaos in Deutschland gestiegen ist, hat sich an der Armut bisher kaum etwas geändert. Durch den starken Preisverfall des Kakaos in den letzten zwei Jahren hat sich die Situation der Kakaobauernfamilien im Gegenteil sogar verschlechtert. Die Osterhasen sagen: „Es ist wichtig, dass SchokoladenliebhaberInnen erfahren, unter welchen Bedingungen der Kakao angebaut wird.“
Mit dieser öffentlichen Aktion will die Eine-Welt-Jugendgruppe Wesel zur Aufklärung der Bevölkerung beitragen und aufzeigen, was jede/r Einzelne für faire Schokolade tun kann. Als Osterhasen verkleidete AktivistInnen verteilen Infomaterial an die PassantInnen. Mit großen Sprechblasen und gemeinsam mit den streikenden Osterhasen haben sich über 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene fotografieren lassen. Diese Fotos und die Forderungen gehen als Protest an Schokoladenunternehmen wie Mars, Nestle, Lindt und Ferrero.
Die Aktion findet statt im Rahmen der Osteraktion der Kampagne Make Chocolate Fair!, die von der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA koordiniert. Mit kreativen Aktionen will INKOTA eine starke Botschaft für faire Schokolade an die Schokoladenunternehmen senden, die sich kurz nach Ostern in Berlin zur 4. Weltkakaokonferenz treffen. „Die Schokoladenindustrie verspricht seit Jahren mehr Nachhaltigkeit“, so Kampagnen-Koordinator Johannes Schorling von INKOTA. „Doch Schokolade wird erst dann wirklich fair sein, wenn die Bäuerinnen und Bauern für den Kakao einen Preis erhalten, der ein Leben in Würde ermöglicht“. (Klaus Bauer)

Autor:

Klaus Bauer aus Wesel

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