Stiller Protest
Plakataktion zur AfD Veranstaltung in Voerde

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Am Sonntag, den 8. November 2020 traf sich der AfD-Bezirksverband Düsseldorf mit rund 250 Gäste und Delegierte zu seinem Treffen im Reyna Palace in Voerde.

Anfang September war dieser Event-Versuch in der ehemaligen Diskothek Empire in Wesel gescheitert.

Alle im neu formierten Voerder Stadtrat vertretenen Parteien (SPD, CDU, Grüne, Die Linke, Die Partei, FDP und WGV) senden die gemeinsame Botschaft: „Die AfD ist kein Teil von Voerde.“

Bei der Kommunalwahl 2020 ist die AfD nicht in Voerde angetreten, weil es ihr nicht gelang, ausreichend Unterstützung in Voerde zu gewinnen, so die Parteien.

Die Parteien wollten eigentlich vor am Versammlungsort mit Unterstützung aller Teile der Gesellschaft friedlich demonstrieren und damit ein eindeutiges Zeichen gegen jedwede Form von Extremismus setzen.

Auf eine Präsenzveranstaltung wurde aber unter den gegebenen Corona-Voraussetzungen aus Verantwortungsbewusstsein verzichtet.

Dennoch haben sich die AfD-Gegner etwas einfallen lassen.

„Wilkommensgruß“ auf Wahlplakaten

SPD; Grüne, Partei und Linke stellen die Rückseiten ihrer Wahlplakate zur Verfügung um Plakate quasi als „Willkommensgruß“ für die Teilnehmer der AfD-Veranstaltung zu gestalten die die Parteien dann an markanten Punkten in der Nähe des Veranstaltungsortes aufhängen.

Insgesamt wurden gut 75 Plakate angefertigt und rund um den Veranstaltungsort aufgestellt.

Stimmen zur Plakataktion:

Ein Plakatmaler:
„Wir sind auf diese Aktion durch die Presse aufmerksam geworden und wollen auch weiterhin die AfD in unserer Region verhindern und haben deshalb mehrere Plakate mitgebracht. Wir sind für Verbindung, nicht für Trennung. Es geht um Menschlichkeit Toleranz und Frieden.“

Die Veranstalter:
"Mit der Aktion malen gegen rechts haben wir heute zahlreiche Plakate eingesammelt um die AfD damit zu begrüßen. Die Voerder Bürger haben sich sehr kreativ ausgetobt. Uns ist wichtig dass die Welt bunt und nicht braun ist. Wir werden der AfD einen schönen Empfang bereiten.“

Dirk Hamann, Bürgermeister der Stadt Voerde:
„Die AfD darf nach geltendem Recht die Parteiveranstaltung trotz Corona durchführen. Das wird akzeptiert und toleriert, aber es wird nicht toleriert mit welcher Art von Politik die AfD versucht die Gesellschaft in Deutschland zu spalten. Ich bin dankbar dass so viele Bürger das durch Plakate signalisieren.“

Stefan Meiners, Fraktionsvorsitzender Fraktion Bündnis 90 / Die GRÜNEN Voerde:
„Trotz Corona darf die AfD ihre Versammlung abhalten, das ist ihr Recht. Uns Voerdern ist das überhaupt nicht recht. Die Bürger sagen durch Plakate Voerde ist bunt und vielfältig. Und das wird auch so bleiben. Für die AfD haben wir hier keinen Platz.“

Kai Rosengart 1. Vorsitzender, Die Partei Voerde:
„Ich spreche hier für die Partei und viele Bürger, wir sind gegen Faschismus und mögen keine fremdenfeindlichen Menschen. Wir wollen diese Menschen auch nicht hier in Voerde haben. Daher sind wir auch gegen diesem Parteitag.
Zieht euch zurück oder beendet am besten eure Partei.“

Autor:

Erwin Pottgiesser aus Wesel

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