SPD-Wesel
Presseinformation der SPD WeselPartei vom 9. April 2020

Die Grünen im Kreis Wesel und ihre Landratskandidatin haben in einer
Pressemitteilung erklärt, dass sie jegliche Abgrabung im Bereich Bislich-Vahnum
ablehnen. Wir bedauern diese reflexartige Reaktion. Die Grünen nehmen keine
sachgerechte Abwägung der Fakten vor und stellen sich damit gegen die berechtigten
Interessen der Menschen in Obrighoven und Lackhausen. Wir wollen die dort
geplanten Auskiesungen verhindern, dazu braucht es nach Aussage von Herrn
Tönnes, des ehemaligen grü-nen Chefplaners des Regionalverbandes Ruhr,
Alternativstandorte. Einer dieser Alternativen soll das Hochwasserschutzprojekt
Vahnum sein:
1. Naturschutz und Rohstoffgewinnung müssen kein Gegensatz sein. Es gibt
zahlreiche Beispiele, wie Abgrabungsunternehmen in enger Kooperation mit Naturschutzorganisationen wie z.B. dem NABU ihre Abgrabungen so gestalten,
dass schon während der Abgrabung und besonders am Ende bei der Renaturierung
gute Ergebnisse für den Natur- und Artenschutz erreicht werden.
2. Die Grünen behaupten, die Hochwassergefahr steige durch Abgrabungen.
Das ist falsch. Abgrabungen haben vielmehr seit Beginn des letzten Jahrhunderts
zu einer Verbesserung des Hochwasserschutzes beigetragen. Hochwasserschutz in Zusammenarbeit mit Abgrabungsunternehmen ist zudem ein Konzept, das auch
von grünen Landes-Politikern erfolgreich umge-setzt wurde. So ist das Projekt
„Polder Lohrwardt“ im Bereich der Stadt Rees ein vom Land mit fast 50 Mio. Euro
unterstütztes Projekt unter vertraglicher Einbeziehung der Abgrabungsunter-
nehmen. Initiiert unter der grünen Umweltministerin Bärbel Höhn und zu Ende
gebracht vom Grünen Johannes Remmel.
3. Es gibt etliche Konflikte mit geplanten Abgrabungsvorhaben im Kreis Wesel,
so z.B. auch in den Weseler Ortsteilen Lackhausen und Obrighoven. Niemand
will diese Abgrabungsgebiete, nicht die Weseler Politik, nicht die Unternehmen
und schon gar nicht die Bürger. Wir bieten mit dem Hochwasserschutzprojekt
Bislich-Vahnum eine Alternative zu den geplanten Auskiesungen in Obrighoven
und Lackhausen. So können wir diese verhindern.
Dieses Projekt kann sowohl dem Hochwasser- und Naturschutz nützen als auch
die Menschen in Obrighoven und Lackhausen und die dortige Landschaft vor
weiteren Abgrabungen schützen.
Wer als Landrätin im Kreis Wesel Verantwortung übernehmen will, sollte sich
für alle Kommunen, für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis stark machen und
nicht reflexartig gegen ein gutes Projekt agitieren. Der Rat der Stadt Wesel hat
dazu schon positive Beschlüsse gefasst, die Forderung nach einem solchen Projekt
ist Beschlusslage der Stadt Wesel in der Stellungnahme zum Regionalplan.
Demokratische Entscheidungen sollten respektiert werden, wenn man sich um ein
demokratisches Amt bewirbt.

Ludger Hovest - Fraktionsvorsitzender
Norbert Meesters - stellv. Fraktionsvorsitzender

Autor:

Silvia Schlensag aus Wesel

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