Rainer Keller: „Kürzungen bei Mehrgenerationenhäusern sind nicht akzeptabel“

Rainer Keller, SPD-Bundestagskandidat für den Kreis Wesel
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Die Mehrgenerationenhäuser nehmen zukünftig weiterhin an einer längeren Förderperiode von 2021 bis 2028 im Rahmen des Fachprogramms „Miteinander-Füreinander“ im gesamtdeutschen Fördersystem zur Schaffung guter Entwicklungschancen und fairer Teilhabemöglichkeiten teil.

Was zunächst nach einer guten Nachricht klingt, hat einen schalen Beigeschmack: Im Jahr 2019 ist es zwar gelungen, nach über 13 Jahren gleichbleibender Förderung, eine Erhöhung der Mittel für die MGH zu erreichen. Im Etat 2020 wurden daraufhin 5,4 Mio.€ zusätzlich für das Bundesprogramm bereitgestellt.
Dadurch konnte die Förderung für jedes MGH um 10.000 EUR auf jährlich 40.000 EUR angehoben werden. Im Jahr 2020 hat das BMFSFJ diesen erhöhten Förderansatz für 2021 mit Mitteln aus dem eigenen Etat weiter fortgeschrieben.

Damit scheint nun Schluss zu sein!

Die Planungen des BMFSFJ für 2022 sehen einen wieder um 5,4 Mio.€ verringerten Ansatz vor. „Dies würde wiederum dazu führen, dass auch das MGH in Wesel einen um 10.000 EUR verringerten Förderbetrag zugesprochen käme. Dies stellt das MGH mit seinen Aktivitäten im Seniorenzentrum im Bogen vor erhebliche Finanzierungsprobleme. Hier soll eindeutig an der falschen Stelle gespart werden“, so Rainer Keller sozialdemokratischer Bundestagskandidat für den Wahlkreis Wesel I.

Die Mehrgenerationenhäuser im Bundesnetzwerk sehen die Gefahr, dass aufgrund der Bundestagswahl in diesem Jahr keine Regelung bzw. (Wieder-) Aufstockung des Etats vor Mitte 2022 geben wird. Ende 2021 könnte auch das MGH in Wesel dann nur einen Antrag über die alte, verringerte Förderhöhe in Höhe von 30.000 EUR für 2022 stellen.

Nach Ansicht von Rainer Keller schafft das Bundesfamilienministerium damit keine verlässliche Planungssicherheit für die Mehrgenerationenhäuser. „In der Corona-Pandemie leisten die MGH durch den Aufbau neuer digitaler Angebote und einer Anpassung der Kommunikationsstrukturen einen enorm wichtigen Beitrag gegen Vereinsamung und für sozialen Zusammenhalt“, so Keller.

Mit einer Kürzung der finanziellen Mittel für die MGH wird ein falsches Signal gesetzt. Die Zeit nach der Pandemie wird eine Zeit des Neustartes für die MGH sein, die einen wichtigen Beitrag zum generationenübergreifenden Zusammenleben leisten. Eine verringerte Fördersumme von 30.000 EUR pro MGH berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand und Kostensteigerungen (z. B. für Mieten, Sachkosten, Tarifanpassungen, Personal) noch einen gestiegenen Personalbedarf.

„Gerade in Zeiten, in denen es um die Aufrechterhaltung von Solidarität und guter Beziehungen zwischen den Generationen geht, sind Kürzungen absolut nicht angebracht. Wir brauchen Investitionen in den sozialen Zusammenhalt“, führt Rainer Keller aus.
„Ich setze mich dafür ein, dass der Förderbetrag nicht gekürzt wird und wie in den Jahren 2020 und 2021 bei 40.000 EUR pro Jahr erhalten bleibt“, so Keller weiterhin.

Autor:

Maksim Bondarenko aus Wesel

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