Schülerproteste für Klimaschutz freitags – kein Niedergang des Abendlandes

Christian Lindner (FDP) verunglimpfte Schülerinnen und Schülern. Er sprach ihnen Sachverstand und den Blick für globale Zusammenhänge ab. Er erklärt die Jugendlichen damit für unmündig, die unter dem Motto ‚Fridays for future‘ (#FridayForFuture) weltweit gegen die viel zu schleppenden Maßnahmen gegen den Klimawandel protestieren.

Nachdem Eltern und Lehrer Kinder und Heranwachsende zu mündigen Menschen erzogen und gebildet haben, sollen sie nun zu einem grundlegenden Thema zum Schweigen verdonnert werden, dessen Auswirkungen gerade junge Menschen am längsten betreffen.

„Die Schülerinnen und Schüler zeigen mit ihren selbstbewussten Protesten eine hohe Verantwortungsbereitschaft für ihr Leben. Sie haben meine Hochachtung. Sie nehmen das politische Heft des Handelns in die Hand. Sie haben Recht: Es ist keine Zeit mehr zu verlieren beim aktiven Handeln für den Klimaschutz“, sagt Hubert Kück, Vorsitzender der GRÜNEN Fraktion im Kreistag Wesel. „Ich begrüße ausdrücklich das Engagement zur Gestaltung unserer Gesellschaft, insbesondere das Engagement junger Menschen für ihre Zukunft.

Ausgefallene Unterrichtsstunden sind nicht der Untergang des Abendlandes und auch kein Niedergang unseres Bildungssystems. 

Ganz im Gegenteil. Es ist viel wichtiger, sich für grundlegende Dinge einzusetzen. Die Jugendlichen zeigen der Politik gravierende Versäumnisse auf und nehmen nun selbst das Handeln in die Hand.

Junge Menschen demonstrieren und setzen sich ein für eine lebenswerte Zukunft. Zivilgesellschaftliches Engagement der Jugendlichen hat für mich einen sehr hohen Wert, der in unseren Schulen auch gefördert wird. Deshalb ist es für mich völlig unverständlich, dass die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine Schul-Mail mit dem Hinweis auf mögliche Sanktionen bei Nichteinhaltung der Schulpflicht verschickte. Das ist für mich unverhältnismäßig.“

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