Startchancen: Kreis darf AWO nicht in Tarifflucht treiben

Als sachfremd und unsozial bezeichnet DIE LINKE den Vorstoß von CDU und Grünen im Kreistag, den AWO Beschäftigten im Projekt „Startchancen“ keine tariflichen Lohnerhöhungen zuzugestehen.

Konkret hat die AWO, nachdem sie seit 2008 fast sämtliche Kostensteigerungen durch einen wachsenden Eigenanteil selbst aufgefangen hatte, eine Übernahme der anfallenden Kosten beantragt. CDU und Grüne antworteten mit der Forderung, dass die Personalkosten maximal um 1% jährlich steigen dürften.

„Das ist ein unzulässiger Eingriff in die Tarifautonomie in einem ohnehin sehr niedrig entlohnten Bereich. CDU und Grüne stellen die AWO damit vor die Wahl zwischen Tarifflucht und der Einschränkungen von Leistungen durch Reduzierung der Mitarbeiterzahl“, sagt Fraktionsvorsitzender Sascha H. Wagner.

Das sei besonders unangemessen, weil die AWO bereits im Bereich der Büroarbeit nur die Hälfte der üblichen Personalkostenanteile berechnet hat.

„Insgesamt handelt es sich um ein typisches Vorgehen der Jamaika Koalition: Wieder wird pauschal ein Personaletat eingeschränkt, ohne sich für die geleistete Arbeit oder die Folgen in der Umsetzung zu interessieren“ stellt Wagner fest.

Das Projekt Startchancen bietet Frauen in der Schwangerschaft und Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr Beratung und Unterstützung an. Dafür sind bei der AWO vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Autor:

Sascha H. Wagner aus Dinslaken

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