Zerrissenes Ginderich - Behördliche Entscheidung gegen eine Ampel regt auf
Streitpunkt Imgrund-Kreuzung: "Gibt es nicht genug Opfer im Straßenverkehr?" (ein Leserbrief)

Die Entscheidung von Straßen NRW, keine Ampel an der Imgrund-Kreuzung zu errichten, bringt in Ginderich viele auf die Palme. Anwohnerin Inge Puyn schickt diesen Leserbrief an die lokalen Medien ...

"Jetzt ist sie also da - die Entscheidung. Wieder einmal! Und trotz aller Argumente ist das Anliegen der Gindericher und Büdericher Bürger wieder einmal negativ beschieden worden: Es gibt keine Ampel an der Imgrund-Kreuzung!

Die Gindericher Grundschulkinder werden in Büderich unterrichtet, natürlich bringt und holt ein Bus die Kleinen zu den Schulzeiten, aber wie ist es, wenn sie sich nachmittags verabreden wollen?

Die Gindericher und Büdericher Sportvereine unterhalten eine Jugendspielgemeinschaft mit gemeinsamen Trainingseinheiten in beiden Dörfern. Auch hier müssen die Spieler immer wieder die kaum gesicherte, intensiv befahrene Kreuzung benutzen.

Jeden Morgen zwischen 7 und 9 Uhr bilden sich lange Staus an den Ausfahrten, weil es wegen des Berufsverkehrs aus Xanten und Wesel kaum möglich für Gindericher Pendler ist, nach links abzubiegen. Es wird gelichthupt, gedrängelt, die Sicht nach rechts genommen und das Abbiegen gerät zu einer äußerst stressigen Angelegenheit.

Viele, auch ältere Gindericher, müssen zum Arzt, zur Apotheke, zur Bank, zur Physiotherapie und zur evangelischen Kirche nach Büderich, weil es dies in Ginderich nicht gibt. Gindericher und Büdericher möchten ihre Kontakte pflegen und müssen jedes Mal die gefährliche Kreuzung ungeschützt überqueren.

Während einer Bauphase, während der eine Ampel dort errichtet war, war deutlich mehr Ruhe und Gelassenheit und dadurch auch Sicherheit bei allen Beteiligten zu erkennen.

Wenn als Argument der Ampelgegner genannt wird, diese Kreuzung sei "unauffällig", kann damit nur gemeint sein, dass es dort bislang noch zu wenig Unfälle gegeben habe.

Doch sollten die Zeiten definitiv vorbei sein, in denen erst Menschenopfer die Entscheidungsträger eines Besseren belehrt haben.

     Inge Puyn

Autor:

Lokalkompass Kreis Wesel aus Wesel

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