Vorgetäuschter Spar-Wahn, oder: Wie eine Gesetzteslücke mit zur Umweltvermüllung beiträgt

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Ein Urteil darüber, ob sich eher deutsche oder eher immigrierte Mitbürger an öffentliche Ordnungsgesetze halten, überlasse ich gerne Ihnen. Indes: Der Hinweis eines freundlichen Weseler Lesers auf das Wegwerfgebaren in seinem Viertel kann solche Gedankenspiele maßgeblich beeinflussen.

Der Mann überreicht mir zwei 0,2 Liter-Glasfläschchen. In einer war mal Pfirsich-, in der anderen Melonen-Limo. Beide hat er am Wegesrand nicht weit von seiner Wohnung gefunden. Entrüstet sagt er sinngemäß:

Die Straßen werden immer mehr vermüllt und der Gesetzgeber hilft noch dabei!

Ein Blick aufs Etikett bringt Klärung: Die aufgedruckte Info in holländischer und türkischer Sprache endet auf beiden Flaschen mit dem Hinweis: "Pfand zurück - Nur in Deutschland!" Nun wissen zumindest die Freunde des in Holland gehandelten Dosenbiers, dass sich durch eine Kauf-Spritztour über die Grenze zwei Dinge vermeiden lassen: 1) Pfand zu bezahlen - 2) die leeren Dosen zum Händler zurückschleppen zu müssen. Doch das gilt auch für örtliche türkische Lebensmittelgeschäfte.

Dies wiederum scheinen die Konsumenten der Weseler Fruchtlimo gerne und oft auszunutzen:
Sie kaufen die pfandfreie Plörre und werfen das Leergut später in die Büsche, weil es nämlich niemand zurück nimmt - auch kein Automat. Und da gebe ich dem verärgerten Leser Recht:
Der vorgetäuschte Spar-Wahn ist schlecht für die Weseler Umwelt.

Wie blöd! 

Das Problem gibt es übrigens seit Jahren, wie in diesem Artikel der Gießener Allgemeine (von 2010) deutlich wird.

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