Netzwerk vergab Preise für gesundheitsfördernde Maßnahmen
6000 Euro für drei Projekte, die Kids stark machen - in Wesel und Kleve

Barbara Nickesen (4.v.r.) freute sich mit den Preisträgern: Nadine Richter und Jennifer Sniegon vom Sozialdienst katholischer Frauen Wesel, Malte Seidel von der Sportjugend im KSB Kleve, Ralph List, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Wesel, Martin Christoph, Geschäftsführer Städtische Bäder Wesel, und Sabine List (v.l.n.r.).
  • Barbara Nickesen (4.v.r.) freute sich mit den Preisträgern: Nadine Richter und Jennifer Sniegon vom Sozialdienst katholischer Frauen Wesel, Malte Seidel von der Sportjugend im KSB Kleve, Ralph List, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Wesel, Martin Christoph, Geschäftsführer Städtische Bäder Wesel, und Sabine List (v.l.n.r.).
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Unsere Gesellschaft befindet sich in einer paradoxen Situation: Die Bevölkerung wird dank des medizinischen Fortschritts immer älter, gleichzeitig werden die Kinder im kränker. Zwar stellen die klassischen Kinderkrankheiten durch Impfungen keine Bedrohung mehr dar, dafür nimmt die Häufigkeit von psychischen Auffälligkeiten und von Zivilisationserkrankungen wie Übergewicht, Diabetes oder Muskel-Skelett-Beschwerden bei Kindern immer mehr zu. Fast Food, Bewegungsmangel und übermäßiger Medienkonsum führen zu körperlichen Defiziten. „Um jungen Menschen ein gesundes Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen, muss Gesundheitsförderung früh ansetzen“, sagt Barbara Nickesen, Regionaldirektorin der AOK Kreis Kleve – Kreis Wesel. „Unsere wichtigsten Bündnispartner sind dabei Kindergärten, Schulen und Sportvereine.“

Ausschreibung des Förderpreises

Mit der Ausschreibung des Förderpreises „Starke Kids“ hat die AOK Rheinland/Hamburg wieder auf das Thema Kinder- und Jugendgesundheit in der Öffentlichkeit aufmerksam gemacht. Gesucht wurden vom „Starke Kids Netzwerk“ Projekte aus den Bereichen gesunde Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und Suchtmittelvermeidung, die zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Bewerben konnten sich Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen, Freizeiteinrichtungen, Vereine und Institutionen, die sich in der Kinder- und Jugendgesundheit engagieren. Die Jury zeichnete jetzt drei Projekte mit einer Fördersumme von jeweils 2.000 Euro aus.

Projekte aus Wesel und Kleve gefördert

Einer der Preise geht an die DLRG-Ortsgruppe Wesel für ihr Projekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“, das sie in Kooperation mit der Städtische Bäder Wesel GmbH und dem Kreissportbund durchgeführt hat. Immer weniger Kinder erlernen während ihrer Grundschulzeit das Schwimmen. Deshalb unterstützt die Ortsgruppe Weseler Grundschulen und Kindergärten durch Schwimmunterricht sowie Wasseraktionstage für die Kleinen und einen Schwimmworkshop für Eltern und ihre Kinder ab 4 Jahre. Mit ihrer Aktion gelang es der DLRG Wesel nicht nur, schon den Jüngsten die Freude an der Bewegung im Wasser zu vermitteln, 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler aus der zweiten Klassenstufe sind jetzt Schwimmer.

Ebenso kann sich der Sozialdienst katholischer Frauen Wesel über 2.000 Euro freuen. Das Mehrgenerationenhaus Bogen des Vereins hat sich mit dem Projekt „Minifit im Quartier“ beworben. Familien mit Kleinkindern erhalten in ihrem Wohnumfeld regelmäßig Bewegungsangebote durch Übungsleiter der Sportvereine. Dadurch erleben die Eltern und ihr Nachwuchs, dass körperliche Aktivität guttut und Spaß macht. Viele werden so ermutigt, sich langfristig einem der zahlreichen Weseler Sportvereine anzuschließen.

Auch die Sportjugend des Kreissportbundes Kleve will die Begeisterung bei den Kindern für Bewegungsangebote fördern und konnte die Jury mit ihrer Aktion „Sportkarussell“ überzeugen. Übungsleiter aus sechs Vereinen besuchten abwechselnd Grundschulkinder im Offenen Ganztag der Marienschule Materborn und stellten ihnen diverse Sportarten vor. Durch das Ausprobieren erfahren die Kinder, welcher Sport ihnen am meisten Spaß macht und in welchem Verein sie ihn ausüben können.

Barbara Nickesen bedankte sich nicht nur bei den Preisträgern für ihr Engagement. Sie hoffe, dass sich nun viele andere an den geförderten Projekten ein Beispiel nehmen und mithelfen, Kids für die Zukunft stark zu machen. Denn das Netzwerk werde auch weiterhin Projekte fördern und guten Ideen durch eine Anschubfinanzierung dazu verhelfen, dass sie in die Tat umgesetzt werden können.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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