Das Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen im Kreis Wesel

Es gab kaum noch einen freien Platz im großen der Saal der alten Volksschule am Hanns-Albeck-Platz in Moers. Viele Mitglieder der Selbsthilfegruppen aus dem gesamten Kreis Wesel waren der Einladung von Ute Gieffers und Sandra Tinnefeld (Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbands) gefolgt, an dem jährlich stattfindenden Gesamttreffen teilzunehmen.
Einleitende Grußworte sprach Herr Maas, zuständiges Vorstandsmitglied der Kreisverwaltung Wesel. Er dankte den Anwesenden für ihr ehrenamtliches Engagement und wertschätzte die gute und wichtige Arbeit, die die Selbsthilfegruppen leisten.
Anschließend stellte Margret Hennewig-Schnock das „Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz“ vor, das sich aus den bisherigen „Demenz-Servicezentren" zu einer neuen Unterstützungsstruktur weiterentwickelt hat. Ziel dieser Büros ist es, als neutrale Stelle die Interessen und Bedürfnisse der Menschen mit Pflegebedarf und ihrer pflegenden Angehörigen zu ermitteln. Menschen mit Pflegebedarf sowie pflegende Angehörige mit ihren individuellen Bedarfslagen sollen in ihrem Wohnumfeld die Unterstützung, Begleitung und Förderung finden, die sie benötigen, um in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben und am sozialen Leben teilhaben zu können. Daher arbeiten Regionalbüros vernetzt und kooperativ mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren zusammen und vermitteln zu verschiedenen Diensten.
Sandra Böhnke und Andrea Schnock gaben einen Rückblick über das erste Jahr der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Sie stellten Praxisbeispiele aus ihrem Beratungsalltag vor und die Anwesenden erhielten einen guten Überblick, mit welchen Anliegen sie sich an die EUTB wenden können. Häufige Fragestellungen ergeben sich zu den Themen Arbeit und finanzielle Sicherung oder Schwerbehinderung. Aber auch der Umgang mit der eigenen Situation ist ein häufiges Thema. Hier bereichern vor allem die ehrenamtlichen Peer-Berater*innen die Arbeit der EUTB, da sie einfühlsam und die Situation verstehend ihre eigenen Erfahrungen und ihr Wissen mit den Betroffenen teilen können.
Zahlreiche Fragen der Gruppenmitglieder zur finanziellen Förderung wurden durch Dirk Ebertz von der BKK ARGE NRW (BAN) beantwortet. Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen können bei Bedarf eine finanzielle Unterstützung durch die gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Die Anträge zur Pauschalförderung müssen bis zum 31.03.2020 eingereicht werden.
Sandra Tinnefeld war es ein wichtiges Anliegen, die Nutzer von Messenger-Diensten für Regelungen innerhalb von Gruppenchats zu sensibilisieren. Jede Gruppe sollte gemeinsam in einem Treffen diskutieren, was sie stört und was sie gut finden. Oftmals gibt es Themen, die nicht in die Gruppe gehören und besser in einem Einzelchat besprochen werden. Auch das Posten von Bildern und Videos trifft nicht jeden Geschmack und kann für Unmut sorgen. Emojis werden nicht von jedem gleich interpretiert, daher ist auch hier bei der Verwendung Vorsicht geboten. Konflikte können also vermieden werden, wenn man klare Regelungen findet - im analogen wie auch im digitalen Gruppenleben.
Abschließend blickte Ute Gieffers in das Jahr 2019 zurück und stellte die Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle vor. Neben Gruppenneugründungen und der Unterstützung bereits bestehender Selbsthilfegruppen spielt die Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle in der täglichen Arbeit. Im neuen Jahr sind bereits zwei neue Gruppen gegründet worden und weitere stehen an. Außerdem nimmt die Selbsthilfe-Kontaktstelle mit einigen Gruppen an den Gesundheitstagen der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort teil und es ist ein „Spaziergang mit der Sucht-Selbsthilfe“ geplant. Wer sich über Neuigkeiten auf dem Laufenden halten möchte, hat die Möglichkeit, sich auf der Homepage der Selbsthilfekontaktstelle zu informieren oder den Newsletter zu abonnieren unter www.selbsthilfe-news.de.

Autor:

Sandra Tinnefeld aus Wesel

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