Vermieter fordern Hilfsfonds „Wohnen“ für NRW
Haus & Grund Wesel appelliert an die Politik

Haus & Grund Wesel appelliert an die Politik und fordert Hilfsfonds „Wohnen“ für NRW. | Foto: LK-Archiv: Haus & Grund Wesel
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Seit dem 1. April gilt das Mietenmoratorium wegen des Coronavirus. Viele Mieter haben ihren Vermietern bereits angekündigt, die Miete zunächst nicht mehr zahlen zu können. Die Fragen der Vermieter dazu machen schon jetzt 50 Prozent des Beratungsaufkommens bei Haus & Grund Wesel aus. Der Verein fordert einen Hilfsfonds.

„Durch die Corona-Pandemie drohen Mieter und Vermieter gleichermaßenin Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Deswegen appellieren wir an die Politik, einen Sicherungsfonds „Wohnen“ einzurichten“, erklärt Dr. Krahwinkel, 1. Vorsitzender von Haus & Grund Wesel. Der Deutsche Mieterbund NRW unterstützt das Vorhaben ebenfalls.

Miete samt Zinsen innerhalb von zwei Jahren nachzahlen

„Wenn Mieter wegen der Corona-Krise die Miete ganz oder teilweise schuldig bleiben, sollen sie bei dem Hilfsfonds eine Übernahme ihrer Mietzahlung beantragen können“, erklärt Dr. Krahwinkel die Idee. Der 1. Vorsitzende von Haus & Grund Wesel warnt: „Die Corona-Pandemie führt dazu, dass viele Mieterhaushalte Einkommensausfälle erleiden, wodurch es zu Mietrückständen kommt.“ Der Gesetzgeber hat Mietern zwar erlaubt, die Mietzahlungen wegen der Krise vorübergehend auszusetzen. Allerdings müssen sie die Miete innerhalb von zwei Jahren mitsamt Zinsen nachzahlen. Das wird nicht für alle so einfach sein.

Fonds bei Mietausfall wegen COVID-19

Der Fonds soll bei Mietausfall wegen COVID-19 einspringen und die Miete in Form eines Zuschusses oder zinslosen Darlehens übernehmen. Die Zahlung sollte direkt an den Vermieter fließen, um so das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter nicht zu belasten. „Ohne eine solche finanzielle Unterstützung besteht die Gefahr, dass viele Mieter nach der Pandemie den Mietrückstand nicht oder nur teilweise ausgleichen können. Für diese Lücke brauchen wir den solidarischen Hilfsfonds“, macht Dr. Krahwinkel klar.

Vielen private Kleinvermieter

Krahwinkel ergänzt: „Die privaten Vermieter und die Mieter dürfen mit den finanziellen Folgen der Corona-Situation nicht im Stich gelassen werden“. Gerade die vielen privaten Kleinvermieter hätten meist keine Rücklagen, um längere Mietausfälle zu verkraften. „Bei ehemaligen Selbstständigen sind die Mieteinnahmen oft die Rente“, erklärt Dr. Krahwinkel. Von den 3,9 Millionen Privatvermietern in Deutschland sind 40 Prozent Ruheständler.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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