Ärzte des Marien-Hospitals informieren mit Patientenseminar zur Herzwoche
„Herz außer Takt“: Machen Sie sich kundig am Samstag, 24. November!

„Herz außer Takt“: So lautet 2018 das Thema des alljährlichen Patientenseminars in Wesel, zu dem die kardiologische Abteilung des Marien-Hospitals im Rahmen der bundesweiten Herzwoche einlädt.

Die Veranstaltung findet am Samstag, 24. November, 10 bis 12.30 Uhr, im Nikolaus-Stift (Wilhelm-Ziegler-Straße 21) statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Chefärztin Prof. Dr. Christiane Tiefenbacher übernimmt die Einführung in das Seminar und spricht zum Thema: „Wie funktioniert der Herzrhythmus?“ Danach referieren Oberärzte ihrer Abteilung. Dr. Andreas Hagenberg informiert ab 10.15 Uhr über „Gutartige Rhythmusstörungen/Vorhofflimmern“. Wissenswertes zum Herzschrittmacher berichtet Dr. Bernhard Artmeyer (10.45 Uhr).

Um „Lebensbedrohliche Rhythmusstörungen“ geht es ab 11.15 Uhr im Vortrag von Dr. Jörg Klein. Worauf es bei der Herz-Lungenwiederbelebung ankommt, beschreibt danach Dr. Dirk Lindemann. Ab 12 Uhr folgen Übungen zur Wiederbelebung und zum Defibrillator-Einsatz am Modell. Die Besucher der Veranstaltung sollen ermuntert werden, sich mit diesen Handgriffen vertraut zu machen, um im Notfall herzschwachen Angehörigen schnell und sicher helfen zu können. Das Patientenseminar endet wie üblich mit einem Imbiss.

Lebensbedrohliches Vorhofflimmern

Anlässlich der Herzwoche weist die Deutsche Herzstiftung darauf hin, dass Vorhofflimmern eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung ist, die unbemerkt und unbehandelt lebensbedrohliche Folgen für Herz und Gehirn haben kann – bis hin zu Herzschwäche und Schlaganfall. Deshalb müsse Vorhofflimmern frühzeitig diagnostiziert und konsequent behandelt werden. Nach Angaben der Stiftung haben über 1,8 Millionen Menschen in Deutschland Vorhofflimmern.

Bei Vorhofflimmern ist das Herz meist völlig außer Takt. Der erste Anfall kann mit heftigen Schlägen bis in den Hals hinauf, Druckgefühl im Brustkorb und einer ungewohnten Luftnot bei leichten Tätigkeiten (Treppensteigen) auftreten. Betroffene verspüren eine plötzliche Unruhe, wenn das Herz völlig unregelmäßig und schnell mit einem Puls von bis zu 160 Schlägen pro Minute rast. Es kann auch zu Herzstolpern und Herzrasen kommen.

Aufgrund des unregelmäßigen Herzschlags können sich im Herzen in einer Ausbuchtung des Vorhofs (sog. Herzohr) Blutgerinnsel bilden. Werden diese ausgeschwemmt und gelangen mit dem Blutstrom in den Kopf, verstopfen sie ein Hirngefäß. Je größer das verstopfte Gefäß, desto schwerer der Schaden. Viele Betroffene sterben daran, zahlreiche sind gezeichnet durch nicht wieder gut zu machende Lähmungen. Die kardiologische Klinik am Marien-Hospital setzt auf ein neues Verfahren (Watchman®-Device), um Patienten mit Vorhofflimmern wirksam vor einem Schlaganfall zu schützen. Dabei wird ein Schirmchen im Bereich der Herzvorkammer eingesetzt, so dass keine Blutgerinnsel aus dem Herzen in den Blutkreislauf gelangen können.

Wenn bei Patienten trotz (medikamentöser) Behandlung der Rhythmusstörungen erhebliche Beschwerden wie Atemnot, Herzrasen oder Leistungsschwäche fortbestehen, kann eine Katheterablation versucht werden. Auch dieses Verfahren wird im Marien-Hospital im Herzkatheterlabor durchgeführt. Der Herzkatheter kommt in der Therapie verschiedener Herzerkrankungen zum Einsatz. Damit können Ärzte verstopfte Arterien wieder durchgängig machen, und zwar mit einem aufblasbaren Ballon und metallenen Gefäßstützen.

Der therapeutische Herzkatheter gehört heute zu den häufigen Behandlungen in der Kardiologie. Im jüngst veröffentlichten AOK-Krankenhausnavigator wird dem Marien-Hospital eine überdurchschnittliche Qualität in der Katheter-Behandlung von Patienten ohne Herzinfarkt bescheinigt. Damit zählt das Krankenhaus hier zu den besten 20 Prozent im Bundesgebiet.

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