IHK: Niederrheinische Wirtschaft zufrieden mit der Entwicklung der Unternehmenslandschaft

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Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage nach wie vor als positiv. Das wirkt sich auch positiv auf die Investitionsabsichten der Unternehmen aus. Jeder dritte Betrieb will mehr investieren (Bestwert seit 2007), lediglich jeder achte will seine Budgets reduzieren. Drohenden US-Importzölle sorgen auf der anderen Seite für sinkende Exporterwartungen. Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hervor, an der sich 284 Unternehmen mit insgesamt rund 38.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Im Frühsommer beurteilen 43 Prozent aller Betriebe ihre Geschäftslage weiterhin als gut, wenn auch die Einschätzung wächst, dass die Konjunktur künftig an Kraft verlieren könnte. Die Anzahl der Befragten, die mit einer Verschlechterung ihrer Position rechnen, hat sich seit Jahresanfang fast verdoppelt (auf 11 Prozent). Dies gilt besonders für den Handel, die Stimmung bei Industrie und Dienstleistern bleibt optimistisch. Der Konjunkturklimaindex sinkt somit leicht von 130 auf 125 Punkte.

Hohe Auslastung und günstigen Finanzierungsbedingungen stimulieren weiterhin die Investitionsabsichten der ansässigen Unternehmen. Jeder dritte Betrieb setzt auf Mehrinvestitionen, lediglich jeder achte will seine Budgets reduzieren. Investiert wird vor allem in Verschleißteile und neue Technik, aber auch für Kapazitätserweiterungen und Produktinnovationen wird mehr Geld ausgegeben.

"Insbesondere die Industrie setzt auf den Standort Niederrhein", freut sich Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. "Daraus leitet sich aber auch ein Auftrag an die Politik ab, bürokratische Hemmnisse so schnell wie möglich abzubauen und insgesamt für eine leistungsfähige Infrastruktur zu sorgen, um den Wachstumsmotor weiter auf Touren zu halten."

Trotz eines leichten Rückgangs der Beschäftigungsabsichten, wollen mit 24 Prozent nach wie vor doppelt so viele Unternehmen ihr Personal aufstocken wie abbauen. Besonders der Fachkräftemangel wird hierbei als Problem angesehen.

Mit Blick auf die Exporte rechnet mehr als jedes vierte Unternehmen mit weiter wachsenden Absatzzahlen, die Zahl derer, die rückläufige Exporte erwarten, wächst allerdings auch. Gründe dafür sind besonders die Skepsis gegenüber der USA-Zolldebatte, die stockenden Brexit-Verhandlungen und der Starke Euro. Wegen den drohenden Importzöllen auch für Stahl und Aluminium zeigen sich 41 Prozent der befragten Unternehmen besorgt. Exportrückgänge, Personalabbau, Produktionsverlagerungen ins Ausland und sogar die Gefährdung der eigenen betrieblichen Zukunft werden befürchtet. Betroffen davon sind im Bereich des Niederrheins rund 21.000 Beschäftigte. Diese haben im letzten Jahr zusammen einen Umsatz von 9,5 Milliarden Euro erwirtschaftet

Der aktuelle Konjunkturbericht Niederrhein steht als Download unter https://www.ihk-niederrhein.de/hauptnavigation/wirtschaftsstandort/konjunktur2/konjunkturbericht-niederrhein/3974992 zur Verfügung.

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