Neue Trauergruppe der Hospiz-Initiative Wesel trifft sich ab November

Trauerbegleiterin Hannelore Schmidt startet im November mit einer neuen Gruppe der Hospiz-Initiative Wesel.
  • Trauerbegleiterin Hannelore Schmidt startet im November mit einer neuen Gruppe der Hospiz-Initiative Wesel.
  • Foto: Ralf Bleckmann
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Richtig oder falsch gibt es nicht, wenn Menschen trauern, weil jeder anders trauert. Das weiß Hannelore Schmidt (61), denn sie leitet die Trauergruppen der Hospiz-Initiative Wesel, in der sich Menschen treffen, die ihren Lebenspartner verloren haben: „Dort sitzen acht Menschen mit acht Formen von Trauer.“

Was allen gemeinsam ist, ist das Gefühl, plötzlich den Boden unter den Füßen verloren zu haben. „Da ist ein riesiges Loch, von heute auf morgen gilt nichts mehr, was mal war. Die Hälfte von einem selbst ist verschwunden, Werte verschieben und verändern sich.“ Eine Phase, in der Begleitung helfen kann, wie sie sie Hannelore Schmidt und die Hospiz-Initiative anbieten. Im November startet wieder eine neue Gruppe.

Neue Gruppe trifft sich ab November

Maximal zehn Personen kommen in diesen Gruppen zusammen. Anfangs treffen sie sich wöchentlich, dann alle 14 Tage und in noch größeren Abständen, bis das Angebot im Frühsommer endet. Die Gruppe ist gedacht als „Begleitung eines Trauerweges, ein geschützter Raum, in dem Vertrauen wachsen und in dem sich jeder öffnen kann, wenn er möchte“.

Wie laufen die ersten Termine ab?

Für die ersten Termine bereitet Hannelore Schmidt Themen vor, „später gestalten die Gruppen immer mehr selbst.“ Es wird geredet, über Gefühle, über Angst und Wut, es wird geweint und auch viel gelacht. Viele stellten sich die Frage: „Bin ich noch normal?“ Denn sie litten unter Schlaflosigkeit oder Vergesslichkeit, würden mit Wut und Tränen kämpfen und sagen: „Das kenne ich gar nicht von mir.“ In der Gruppe aber säßen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen.

Engagierte Trauerbegleiterin

Dass die 61-Jährige sich als Trauerbegleiterin engagiert, ist kein Zufall. Trauer, sagt sie, sei ein Lebensthema für sie, bedingt durch eigene Verluste. 15 Jahre war sie bei der Telefonseelsorge aktiv. Eine bereichernde Erfahrung, „aber mir hat der direkte Kontakt mit den Menschen gefehlt“. So kam sie 2008 zur Hospizinitiative, zunächst als ehrenamtliche Sterbebegleiterin. Hier erlebte sie oft die Hilflosigkeit der Angehörigen, ein Motiv, 2011 eine anderthalbjährige Ausbildung zur Trauerbegleiterin zu beginnen. Wissen ist überhaupt für sie ein wichtiger Punkt, auch heute bildet sie sich ständig weiter fort, liest viel zu ihren Themen, wie die große Sammlung im Bücherregal belegt.

Kontakt zur Hospiz-Initiative Wesel

Wer sich für die Trauergruppe interessiert: Hospiz–Initiative Wesel, Telefon 0281/44255094, E-Mail: info@hospiz-wesel.de

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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