WARNUNG AUFGEHOBEN

Am 25. Juni wurde vom Robert-Koch-Institut in Berlin eine Warnung vor dem Verzehr von rohen Tomaten und Schlangengurken ausgesprochen. Trotzt akribischer Suche nach dem Erreger der Darmkeime, der sogenannten EHEC-Seuche, gab es allein in Deutschland mehr als 34 Tote. Und täglich wurden neue Erkentnisse über die Medien verbreitet. Schließlich wurde ein Betrieb in Bienenbüttel ausgemacht, der Sprossen produzierte und dadurch entlarvt wurde, da verschiedene, erkrankte Personen diese Sprossen verzehrt hatten.
Ab sofort galt es wieder, dass Tomaten und Gurken über den Ladentisch gehandelt werden durften. Mit dieser Nachricht trat dann am 10. Juli ein Sprecher des Robert-Koch-Instituts vor die Presse. Ab sofort waren die Sprossen tabu, Tomaten und Gurken waren wieder für den häuslichen Herd "zugelassen". Von den millionenfach unnötig vernichteten Gurken, Tomaten und Salaten war nicht mehr die Rede. Noch heute hat sich die damalige schreckliche und furchteinflößende Nachricht, Gurken und Tomaten seien Schuld an der EHEC-Seuche bei den Konsumenten so eingebrannt, dass man auf den Stadtmärkten oder an den Gemüseständen der Discounter beobachten kann, wie um diese seiner Zeit angeprangerten Gemüse ein großer Bogen gemacht wird.

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