Bildungs- und Freizeitzentrum am Lippehafen / SPD setzt sich vehement dafür ein
Norbert Meesters: "Kleine Schritte reichen nicht mehr aus, wir müssen zum Sprung ansetzen!"

Wolfgang Spychalski und Norbert Meesters.
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Schon vor vier Jahren gediehen erste Pläne, um das vor sich hindümpelnde Gebäude am alten Fusternberger Lippehafen wieder flott zu machen. Doch Diskussionsscharmützel, Unentschlossenheit und die besondere Besitz-Situation verhinderten ein Fortkommen in der Sache. Jetzt ist Eile geboten, denn eine wichtige Frist läuft ab. Die Weseler SPD will sieht aktuelle Chancen und will sie nutzen.

Seit 2016 gibt es die Idee, eine Nachfolgenutzung des Otto-Vorberg-Hauses als Lippezentrum in Kooperation von Stadt, Land und Lippeverband zu entwickeln. Die Einrichtung soll sich mit den Themen Naturschutz, Gewässerschutz, Umweltbildung und nachhaltigem Tourismus auseinandersetzen und ein attraktives Angebot für die „Region Lippemündungsraum“ schaffen.

Seit den ersten Gesprächen mit Ministerium und Lippeverband sind vier Jahre vergangen, die seitens des Lippeverbandes genutzt wurden, um ein Leitbild für die zukünftige Nutzung zu entwickeln. Diese wurden in den Gremien der Stadt Wesel vorgestellt. Vor Ort erklärten jetzt Norbert Meesters, Wolfgang Spychalski, Christoph Buchmann und Christopher Tischkewitz, was bald passieren muss.

Im Zuge einer möglichen Genehmigung geht der Lippeverband von einem Drei - Säulen - Modell aus:
• Ausstellung und Information
• Bildung
• Kommunikation und Kooperation

Für den Bereich „Umweltbildung“ hat der Lippeverband ein Schul- und Freizeitbildungsprogramm initiiert, dass in dieser Übergangsphase hier stattfinden sollte. Wegen der Corona-Krise konnten die Veranstaltungen leider nicht umgesetzt werden.
Ergänzend zu den bisher vorgestellten Nutzungsmöglichkeiten wurde auch die Einbeziehung der Weseler Greifvogelstation, betrieben durch den NABU, als eine Möglichkeit gesehen.
Es gibt mittlerweile einen wachsenden Zeitdruck. Mittel für die Abrisskosten des Otto-Vorberg-Hauses stehen nur bis Ende 2021 zur Verfügung. Deshalb müssen konstruktive Entscheidungen in diesem Jahr getroffen werden, soll das Projekt am Ende erfolgreich verwirklicht werden.
Ein erstes Gespräch mit dem neuen zuständigen Abteilungsleiter im Umweltministerium (MUNLV) gab den Vertretern der Stadt Wesel Gelegenheit, ihren Standpunkt darzulegen. Konkretes Ergebnis war die Verabredung, sich erneut vor Ort in Wesel zu treffen, diesmal auch unter Einbeziehung des Lippeverbandes.

Letztendlich wird es ohne die Unterstützung des Landes nicht gehen. Die Vorgehensweise der kleinen Schritte ist an ihre Grenze gestoßen – jetzt ist ein großer Sprung nötig, wenn das Lippe-Umwelt-Zentrum noch verwirklicht werden soll. Wie so oft, sind die Finanzen – hier insbesondere die Betriebskosten – der Dreh- und Angelpunkt jeder Lösung.
Unser Denkanstoß dazu: im Rahmen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, soll auch die Lippe aufwärts der Lippemündung ökologisch optimiert werden. Das geht aus verschiedenen Gründen nicht so recht voran. Im Haushalt des Landes stehen zur Umsetzung dieser Richtlinie ca. 74 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden können auch Maßnahmen der aktivierenden Öffentlichkeitsarbeit, wie es so schön heißt. Es müsste einmal geprüft werden, ob sich aus diesem Topf nicht ein Teil der Kosten z.B. für einen festgelegten Projektzeitraum decken lassen.
Ein Schreiben der persönlichen Referentin der Ministerin Heinen-Esser lässt hoffen. Dort heißt es, dass die avisierten Gespräche mit Stadt und Lippeverband darauf ausgerichtet seien, „eine vor Ort zu entwickelnde Nachnutzungskonzeption zu unterstützen.“
Das klingt gut und wir hoffen, dass es dazu auch am kommenden Donnerstag kommt, dass wir zumindest zum Sprung ansetzen, um im Bild zu bleiben. Es ist höchste Zeit!

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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