Besonderer Termin im RTGW-Kalender: Abrudern wieder von Bootstaufen gekrönt

Von links:  Rebecca Abeln, Anne Doemen, Imke Kohrt, Luis Jung.
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Das Training geht natürlich ganzjährig weiter, aber Veranstaltungen wie das Abrudern zum Saisonende bleiben Tradition in der Ruder- und Tennisgesellschaft Wesel (RTGW). Im 111. Jahr ihres Bestehens stand das Fest diesmal ganz im Zeichen von  besonderen Bootstaufen. Gut 80 Aktive und Freunde der Ruderabteilung erlebten mit, wie ein neuer Trainer-Katamaran seiner Bestimmung übergeben wurde. Der Clou: Es ist ein Eigenbau.

Jonas van der Kuil, gelernter Schiffbauingenieur, hat ihn entworfen und mit seinem Vater Lutz van der Kuil, ebenfalls vom Fach, in der Werkstatt am Bootshaus gebaut. Das hat zweieinhalb Jahre ehrenamtliche Arbeit gekostet. Maßgeblich unterstützt hat das Projekt die Weseler Kiesfirma Hülskens, die auf Vermittlung des Fördervereins Rudern 5000 Euro für das Material beisteuerte. Das doppelrumpfige Motorboot wird vorrangig bei der Kinder- und Jugendausbildung zum Einsatz kommen. Lutz van der Kuil taufte es auf den Namen „Heimat 816“, liegt doch das RTGW-Bootshaus genau auf der Höhe des Rhein-Kilometersteins 816. Der bejubelte Stapellauf gelang per Muskelkraft einer etwa 30-köpfigen Schar übrigens erst eine Woche vor der Taufe.
 
Eine echte Gemeinschaftsleistung steht auch hinter der Anschaffung eines neuen Renneiners für die Ruderjugend. Das Geld dafür – rund 3000 Euro - beschaffte ebenfalls der Förderverein um Vorsitzende Brigitte Zorn und Kassenwartin Imke Kohrt mithilfe einer Crowdfunding-Aktion der Volksbank Rhein-Lippe. Je zehn-Euro-Spende gab es zehn Euro von der Bank dazu, deren Marketing-Leiterin Anne Doemen das Boot nun auf den Namen „Didgeridoo“ taufte. RTGW-Ältestenratsvorsitzender Wulf Kosthorst freute sich, dass sich auch Mitglieder anderer Abteilungen des Clubs an der Online-Sammlung beteiligt hatten. Zwei weitere Einer für den Nachwuchs tauften Rebecca Abeln und Luis Jung auf die Namen „Gutemine“ und „Skullfix“.
 
Eher für erwachsene Ruderer ist ein Boot gedacht, das von Ernst-Hermann Ridder auf die Namen seiner verstorbenen Schwestern getauft wurde. „Hermi und Irmgard Ridder“ prangt jetzt am Bug des schlanken Holz-Vierers, den die Abteilung günstig gebraucht erwerben konnte. Das Boot ersetzt die legendäre „Römerwardt“ aus den 50er Jahren und erinnert an die gleichfalls legendären Ridder-Zwillinge. Zu ihren Lebzeiten verging praktisch kein Tag, an dem sie in ihrer Freizeit nicht ruderten oder sich am Bootshaus mit Ausbildungshilfen oder Reparaturen für die Gesellschaft einsetzten. Auch im Deutschen Ruderverband (DRV) sind Hermi und Irmgard bis heute bekannte Größen. Vor allem als Wanderruderinnen, aber auch als Helferinnen in Regatta-Stäben. Ruderabteilungsleiter Axel Eimers freute sich am Ende über auch von der Sonne wieder verwöhnten Fest, das am Morgen schon einen sportlichen Teil beinhaltet hatte. Rund 30 Aktive waren in Vierern auf Rhein und Auesee unterwegs gewesen. Zudem waren noch einige Kleinboote auf dem Wasser. Zum Beispiel bei den Jungfernfahrten.
 
Zuletzt hatten Weseler Ruderer drei eigene Vierer auf der Marathonregatta von Leverkusen nach Düsseldorf gestellt, außerdem in Renngemeinschaft mit dem Homberger RK Germania mitgewirkt. Luis Jung kam hier in der Junioren-Klasse mit den Hombergern auf Platz zwei. Parallel hatte eine Gruppe um Horst Broß beim Weseler Gesundheitstag auf dem Kornmarkt mit Ruder-Ergometern auf die Vorzüge ihres Sports aufmerksam gemacht.     

Von links:  Rebecca Abeln, Anne Doemen, Imke Kohrt, Luis Jung.
Lutz van der Kuil bei der Taufe des neuen Trainingskatamaran auf den Namen Heimat 816.

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