Weseler Ruderer verteidigen den goldenen Esel
Erfolgreiche All You Can Row – Winter Edition

Den goldenen Esel von Wesel als Wanderpokal konnte das Juniorteamjubelnd in Empfang nehmen (vorne, von links): Joris Hartmann, David Voortman; (hinten von links): Tiago Jung, Christian Heikapell-Zorn, Sebastian Witter. ^Foto: RTG Wesel
  • Den goldenen Esel von Wesel als Wanderpokal konnte das Juniorteamjubelnd in Empfang nehmen (vorne, von links): Joris Hartmann, David Voortman; (hinten von links): Tiago Jung, Christian Heikapell-Zorn, Sebastian Witter. ^Foto: RTG Wesel
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Wesel. Seit nunmehr drei Jahren beteiligen sich am längsten Samstag des Jahres von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einige Weseler Ruder-Verrückte beim All-You-Can-Row, veranstaltet vom Karlsruher Rheinklub Alemannia. Dabei rudern sie im Vierer mit Steuermann auf dem Rhein vom Karlsruher Hafen bis zum Geht-Nicht-Mehr Strecken von teilweise über 200 km. Eine Ruder-Event, das sich bei den deutschen Langstrecken-Spezialisten immer größerer Beliebtheit erfreut.
Aber warum ein ganzes Jahr bis zum nächsten Ultramarathon-Wettkampf warten? So wurde die Idee geboren, in Wesel eine Winter-Edition dieses Wettbewerbs zu organisieren. Und zwar am kürzesten Samstag des Jahres, ebenfalls von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. In der kalten Jahreszeit jedoch witterungsbedingt mit einem Unterschied. Es geht diesmal nicht im Boot den Rhein hinab, sondern es wird auf dem Ergometer gerudert. In einem Team aus bis zu fünf Sportlern, die sich in den knapp acht Stunden auf einem Ruderergometer im ständigen Wechsel bemühen, eine maximale Strecke zurückzulegen.
Die erste Winter-Edition des All-You-Can-Row fand nun kürzlich im Haus der Gesundheit statt. Pünktlich zum Sonnenaufgang um 8.38 Uhr gab Axel Eimers als Vorsitzender der RTGW-Ruderabteilung das Startkommando. Insgesamt 5 Teams, darunter auch mit dem Karlsruher Rheinklub Alemannia die Mutter des All-You-Can-Row, der es sich nicht nehmen ließ, die lange Anreise auf sich zu nehmen.
Von Beginn an drückten alle Teams mächtig aufs Tempo. Die fünf Mitglieder jeder Mannschaft wechselten sich dabei ständig ab. Hier galt es eine gute Balance zu finden, da jeder Wechsel natürlich auch etwas Zeit kostet. Auch wenn es jedem Team freigestellt war, zu welchem Zeitpunkt die Wechsel erfolgen, kristallisierte sich bei den Mannschaften eine Ruderzeit von jeweils 10 Minuten heraus. 10 Minuten Vollgas, dann fliegender Wechsel, 40 Minuten Pause und wieder Vollgas. Und das knapp acht Stunden lang.
Die erfahrenen All-You-Can-Row-Ruderer aus Wesel, Kai König, Hans-Hermann-Pieper, Georg Pieper, Tim Ridder und Jörg Cloudt übernahmen nach dem Start zunächst das Zepter, dichtgefolgt von dem Team aus Karlsruhe. Als Favorit der Ergometer-Premiere galt jedoch die RTGW-Juniorenmannschaft mit David Voortman, Christian Heikapell-Zorn, Tiago Jung, Sebastian Witter und Joris Hartmann. Eine halbe Stunde lang überließen sie dem Weseler Männerteam die Führung, dann jedoch gaben zunächst David Voortman und anschließend Christian Heikapell richtig Gas und eroberten die führende Position, die das Team bis zum Schluss nicht mehr hergab. Nach 7 Stunden und 46 Minuten, als die Sonne offiziell in Wesel unterging, war die Tortur zu Ende. Mit 120,755 geruderten Kilometern verwies das RTGW-Juniorenteam die Weseler Männermannschaft auf Platz 2 mit 115,062 km. Den dritten Platz belegte der Karlsruher Rheinklub Alemannia mit 111,107 km. Als reine RTGW-Frauenmannschaft konnte mit hervorragenden 103,039 Kilometern das Team mit Marion Tekath, Imke Kohrt, Annette Abeln, Jasmin von Blomberg und Brigitte Zorn ebenfalls die 100 Kilometer-Marke knacken.
Den goldenen Esel von Wesel als Wanderpokal konnte das Juniorteam nach einem langen Arbeitstag jubelnd in Empfang nehmen. Dieser soll natürlich im kommenden Jahr wieder verteidigt werden.

Autor:

Silvia Decker aus Emmerich am Rhein

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