JKA Karate Siam Camp extrem

Shotokan Teilnehmer, Jürgen Frömmel, Thomas Schade, Michael Jarchau
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Auch in diesem Jahr besuchte eine kleine Delegation unseres Shotokan Karate Wesel e.V. das JKA-Karate Siam Camp in Bangkok. Gastgeber Meister Omura (7. Dan), rief weltweit bereits zum achtzehnten Mal zu diesem einzigartigen Event in die thailändische Hautstadt und freute sich eine große Anzahl der Vorjahresteilnehmer begrüßen zu können.

Als Gasttrainer standen wiederholt Großmeister Shihan Sugimura (8. Dan), Sensationstrainer Shihan Naka (7. Dan) wie JKA-Instructor Nakayama (6. Dan) bereit, womit im Vorfeld ein qualitativ hochwertiges Training garantiert wurde.

Neben Thomas Schade, Jürgen Frömmel, NRW Landestrainer Andreas Klein, Torsten Kaminski (Salzgitter) und mir aus Deutschland, komplettierten Karateka aus Finnland, Dänemark, Norwegen, der Schweiz, den USA, Russland, Tschechien, Australien, Südafrika, Dubai, Singapur, Japan und natürlich Thailand die bereitstehende Truppe, welche davon überzeugt war in den folgenden drei Tagen alles geben zu wollen.

Den ersten „Aufguss“ in der über 30°C heißen Sport-Komplex „Sauna“ der Chulalongkorn Universität bereitete uns Shihan Omura. Anhand hoher Wiederholungzahlen wurden abwechslungsreiche Verteidigungstechniken, zunächst separat, im Anschluss in alle Himmelsrichtungen, mit Dreh- und Wendebewegungen kombiniert. Mit zunehmender Frequenz seiner lautstarken Kommandos und zahlreichen Partnerwechseln, steuerten wir ausnahmslos unserer ersten physischen Belastungsgrenze entgegen. Statt diese jedoch zu erreichen, hieß es nach neunzig Minuten zunächst einmal Trinkpause und „runterfahren“!

Freundlich, bestimmend und wie gewohnt mit einem Lächeln im Gesicht, bat Shihan Naka zum nächsten „Saunagang“. Seine erste Aufforderung lautete, keep smiling, it`s a nice day and we will have a lot of fun! Mit ihm tauchten wir nun in die Feinmotorik unseres Handelns ein. Dynamik, Dynamik und nochmals Dynamik! Erklärtes Ziel war, jede unserer Bewegungen, mit unseren verschiedenen Stellungen, dem Körperschwerpunkt, mit Rotationen und Streckungen, in korrekter Reihenfolge miteinander zu verknüpfen, ähnlich eines Peitschenhiebes. Oft gehört, bereits oft trainiert, aber niemals so detailliert, so extrem, so gut!

Während sich Shihan Sugimura über die komplette Dauer des Trainingslagers den jüngsten Teilnehmern widmete und sich aufs korrigieren der Gesamtgruppe konzentrierte, verstanden es unsere Dozenten Omura, Naka und Nakayama alle weiteren Praxisstunden beispielhaft aufbauend zu gestalten. Beginnend mit Formenlauf (Kata) und deren Anwendungen, über Selbstverteidigung, bis hin zum freien Sparring (Kumite) wurden wir immer wieder durch beeindruckende Demonstrationen unserer Vorbilder aufs Neue motiviert. Unsere mentalen wie physischen Grenzen erfuhren wir indes nicht nur einmal.

Der Höhepunkt dieses sensationellen Meetings stand uns jedoch unwissend noch bevor. Nachdem wir uns durch die letzte Trainingseinheit gebissen und diese mit traditionellem Gruß beendeten, bat Shihan Sugimura um Ruhe wie Aufmerksamkeit, schritt vor die Gruppe und zitierte Shihan Omura zu sich. Was nun folgte, habe selbst ich in meinen 44 Jahren Karate noch nicht erlebt und erfüllte jeden Anwesenden mit großer Freude. Shihan Omura wurde aufgrund seiner außerordentlichen Leistungen vom Hauptquartier der Japan Karate Association durch Shihan Sugimura die Urkunde zum 8. Dan überreicht, welche er in aller Bescheidenheit mit einer tiefen Verbeugung wortlos entgegennahm. Für uns ging es nach diesem Gänsehautmoment direkt zum Airport, dann nach Koh Samui, wo wir wie in jedem Jahr, das neue Erlernte vertieften, um es unseren Mitgliedern präsentieren zu können. Alles in Allem war dieses Camp mal wieder extrem hart, extrem lehrreich, aber auch extrem empfehlenswert. Karate-wesel.de

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