Was für ein Auftakt für Deutschland

Deutschland hat einen Traumstart in die FIFA WM 2010 erwischt!

Der dreimalige Weltmeister bezwang Australien am Sonntagabend vor 62.000 Zuschauern in Durban auch in der Höhe verdient mit 4:0. Damit untermauerte die Mannschaft von Jogi Löw ihre Favoritenstellung in der Gruppe D.

Lukas Podolski und Miroslav Klose sorgten mit ihren Treffern bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse, ehe Thomas Müller und der eingewechselte Cacau nachlegten.

"Mit großer Aktivität" wolle man das Auftaktspiel dieses Turniers bestreiten, erklärte Joachim Löw vor der Partie. Folglich entschied sich der Bundestrainer für ein System, indem Podolski, Mesut Özil und Müller als offensives Mittelfeldtrio für kreative Momente sorgen sollten. Als einzige echte Spitze durfte Klose von Beginn an ran.

"Poldi" schockt Australien früh

Vorher aber mußte die deutsche Mannschaft eine Schrecksekunde verarbeiten. Das junge deutsche Ensemble wäre nach drei Minuten fast in Rückstand geraten. Infolge eines Eckballs kamen die Soccereos durch einen Kopfball von Tim Cahill und dann auch noch einen Volleyschuss von Richard Garci dem 1:0 recht nahe.

Nach und nach aber kamen der deutschen Motor in Gang. Und das mit mächte Dampf! Erst tauchte Klose im gegnerischen Strafraum auf und scheiterte aus 14 Metern an Keeper Mark Schwarzer, dann setzte Özil mustergültig Müller in Szene, der auf rechts die Übersicht behielt und den im Rücken der Abwehr heranstürmenden Podolski bediente: Der Kölner setzte aus vollem Lauf zum Linksschuss an und "semmelte" das Leder ins Tornetz der Aussies (7.).

Der Schock saß beim Team des niederländischen Trainers Pim Verbeek sehr tief. Während die Auswahl des DFB fortan die Partie komplett kontrollierte, konnten die Australier kaum Akzente setzen.

Klose wuchtet per Kopf den Frust weg

Als in der 26. Minute der heute wieder sehr gut aufgelegte Lahm von rechts flankte, fand er in Miroslav Klose einen dankbaren Abnehmer. Kurz vor Torwart Mark Scharzer wuchtet Klose mit dem Kopf den Ball ins Tor. Ein Phänomen mag man denken, denn nach der frustigen Saison bei den Bayern scheint Klose im Nationaldress bei großen Turnieren aufden Punkt topfit und gefährlich zu sein.

Mit nur zwei Gegentoren waren die „Aussis“ zur Pause sehr gut bedient.

Den zweiten Spielabschnitt begann die DFB-Elf etwas verhaltener. Allerdings konnten die Australier damit nicht viel anfangen. Im Gegenteil, denn in der 56. bekam Routinier Tim Cahill nach einem völlig überflüssigen Foul gegen Bastian Schweinsteiger die Rote Karte.

Nun war die Messe gelesen. Die deutsche Mannschaft kombinierte nach Belieben, erarbeitet sich Chancen durch Müller, Özil und Klose, die aber teilweise überhastet vergeben wurden. Dennoch war es ein Spiel "wie aus einem Guss".

Müller und Cacau erhöhen

Nach 68 Minuten hatten die deutschen Fans dann aber wieder Grund zum Jubeln. Lukas Podolski zog von links in die Mitte und bediente Thomas Müller, der erst Scott Chipperfield aussteigen ließ, um dann überlegt ins linke Eck zu schießen.

Und die Party sollte aus deutscher Sicht weitergehen, denn nur 120 Sekunden später traf der kurz zuvor ins Spiel gekommene Cacau mit seiner zweiten Ballberührung nach einem perfekten Querpass von Mesut Özil zum 4:0-Endstand.

Am kommenden Freitag kann Deutschland in Port Elizabeth gegen Serbien mit einem weiteren Sieg bereits das Achtelfinalticket lösen.

Fazit dieses Spiels: ein genialer Einstand in die WM, die Art und Weise weckt Erinnerungen an den Auftakt der WM 1990 und wir wissen, was am Ende daraus wurde ...

Autor:

Michael Lübcke aus Wesel

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