HANDWERK IST KEIN BERUFSWUNSCH MEHR

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KERIS WESEL. Früher, so René Knöfel, Leiter des Bildungszentrums des Baugewerbes (BZB) in Wesel, gab es einen buchstäblichen run auf die Ausbildungsplätze im Bauhandwerk. Diese Zeiten sind längst vorbei, man muss um den Nachwuchs kämpfen. Zumindest um "Interessierten" Nachwuchs. Oft wird eine Ausbildung im Baugewerbe nur als Notlösung gewählt, weil in Trendberufen keine Ausbildungsplätze mehr zur Verfügung stehen.

Seit einigen Jahren setzt man verstärkt darauf - in den Schulen schon ab der siebten Klasse - die Berufsbilder näher zu bringen. So werden im BZB in Kooperation mit dem BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) die Schüler interessierter Schulen in 3 Stufen an das Arbeitsleben herangeführt.

Im Programm 1,2,3…Azubi-fit findet in der siebten Klasse eine Betriebserkundung statt, in der sich die Schüler einen eintägigen Überblick über die Berufsvielfalt im Handwerk verschaffen können. Die Eindrücke werden dann im Schulunterricht besprochen und vertieft.

Im achten Schuljahr wird dann in der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte BZB, ein einwöchiges Berufsorientierungsprojekt durchgeführt, in dem die Jugendlichen aktiv in je 3 Berufsspaten (Bau, Holz, Metall, Garten und Landschaftsbau, Farbe, Gastronomie, Verkauf, Pflege) hinein schnuppern können.

In der „Neunten“ folgt dann ein Berufsspezifisches zwei- bis dreiwöchiges Praktikum.

Im Zuge dieser Maßnahmen soll Interesse geweckt werden. Denn nur wer Freude an seiner Arbeit hat ist auch dem entsprechend bei der Sache.

Die Abwechslungen im Schulalltag macht den Schülern Spaß und dadurch, dass immer mehr Schüler wissen was sie in der Ausbildung erwartet, ist die Quote der Lehrabbrecher bereits von über 15 auf 5 Prozent gesunken.

Autor:

Erwin Pottgiesser aus Wesel

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