Silas Mundil - Aufstrebender Dachdeckermeister aus Büderich

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Mit 21 Jahren ist Dackdecker Silas Mundil aus Büderich bereits Meister, hat eine Dachdeckerfirma gegründet, den „Silas Mundil – Dachdeckermeisterbetrieb“, und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Doch der Reihe nach.

In seinem dritten Ausbildungsjahr zum Dachdecker ermöglichte sein damaliger Ausbildungsbetrieb Mundil, im Herbst 2014 drei Wochen auf Malta Auslandserfahrungen zu sammeln. Noch heute ist Mundil dankbar dafür, dass er beruflich und auch privat für ihn wichtige Erfahrungen sammeln konnte. Die Zeit auf Malta verhalf ihm zu eigenständigem Handeln und bestärkte ihn im Wunsch, was Eigenes aufzubauen.

Um dies zu verwirklichen fehlte noch der Meisterbrief als Zulassungsvoraussetzung, denn Dachdecker ist einer der wenigen Handwerksberufe, die noch zulassungspflichtig sind. So wechselte er gleich nach seiner Gesellenprüfung zur Meisterschule in Düsseldorf, wo er von August 2015 bis Ende August 2016 an fünf Tagen pro Woche wieder die Schulbank drückte.

Mundil wollte im Lernprozess bleiben, um nicht später das Lernen wieder lernen zu müssen. Während dieser Zeit hatte er kein Einkommen, daher sein Rat an Nachahmer: „Man sollte zunächst mindestens ein Jahr gut gespart haben, um die Meisterschulzeit stemmen zu können. Und man muss zurückstecken.“ Kein Zuckerschlecken also.

Da er der Jüngste in der Schule war, musste er lernen, sich durchzusetzen, um ernst genommen zu werden. Etwa in der Mitte des Jahres an der Meisterschule wurde das Geld knapp, also verkaufte er seinen PKW, lieh sich einen alten Roller und fuhr fortan auch bei widrigsten Wetterverhältnissen damit zur Schule.

Durch diverse Nebenjobs als Hausmeister oder in der Gastronomie - auch nachts, wurde nicht nur die Kasse aufgefüllt, sondern er konnte sich zudem nach und nach seine Firmenausstattung anschaffen.

Während dieses Meisterschuljahres hat er sich einen kleinen Kundenstamm aufgebaut, so dass er beim Firmenstart bereits für die ersten beiden Monate Aufträge an Land ziehen konnte. Beim Umbau einer alten Scheune zu Werkstatt und Lager gingen ihm seine beiden Opas hilfreich zur Hand, und seine Schwester half ihm bei der Präsentation seiner Firma nach außen. Seinen Firmen Bully hat Mundil selbst aus- beziehungsweise umgebaut.

Klar, dass das Privatleben während dieses ganzen Jahres auf Sparflamme lief. Feten, Urlaub oder die neueste Mode waren nicht drin. Inzwischen ist er Innungsmitglied bei der Kreishandwerkerschaft. Sein erster Azubi, Patrick Buschak (20), bildet er seit 1. September zum Dachdecker aus.

Als Firmeninhaber ist Mundil planende und ausführende Kraft in einem. Bei der bis jetzt hingelegten Karriere und „durch die große Verantwortung als Firmeninhaber und Ausbildender lege ich viel Wert auf Qualität. Ich bin jung, aber das muss nicht schlecht sein, ist es auch nicht.“

Trotz vieler bis dato gesammelter Erfahrungen ist es für Mundil ein großer Unterschied, „ob man Erfahrungen im Namen eines anderen oder in eigenem Namen macht“. Kaum ist seine eigene Firma gegründet, denkt der Tausendsassa schon über eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte nach. „In ferner Zukunft will ich eine Firmen-Gruppe aus verschiedenen Gewerken gründen.“

Aus gutem Grund sagt er selbstbewusst: „Ich wünsche mir, dass die Firma stark wächst. Ich bin voller Zuversicht.“

Autor:

Jutta Kiefer aus Wesel

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