Frauenberatung Wesel: Führt die AWO die hochgeschätzte Arbeit als Träger weiter?

Hoffnung, Ernst und Zuversicht spiegeln sich in den Gesichtern der Vorstandsfrauen.
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Manchmal zwingen äußere Umstände zum Umdenken - auch wenn über 30 Jahre lang alles in geordneten Bahnen verlief. So wie bei der Frauengruppe Wesel, die sich aktuell Gedanken um ihren Fortbestand machen muss.

Gesucht wird vor allem ein neuer Träger, den die Frauengruppe in der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zu finden hofft. Fachbereichsleiterin Ila Brix-Leusmann von der Staftverwaltung will dieses Vorhaben am 11. Mai im zuständigen Ausschuss vortragen.

Aus einem Gesprächskreis an der VHS entwickelte sich 1983 ein regelmäßiger Treffpunkt in den Räumen der Drogenberatungsstelle. Ein Jahr danach wurde die Frauengruppe Wesel e.V. als gemeinnütziger Verein eingetragen. Fortan lief es prächtig, di Resonanz auf die Angebote nahm beständig zu.

Der Leitsatz der Beratungsstelle lautete „Hilfe zur Selbsthilfe". Die Beratungsfrauen waren ABM-Kräfte. "Eine kontinuierliche Arbeit war somit nicht gegeben", erklärte die Vorsitzende Kirsten Bovenkerk jetzt vor der Presse.

Dies änderte sich erst im Jahr 1996: Nach der Aufnahme der Frauenberatungsstelle in die Landesförderung wurden Fachkräfte dauerhaft beschäftigt. 1998 zogen die Beratungsstelle und der Internationale Mädchentreff in zwei nebeneinander liegenden Wohnungen an der Viktoriastraße. Wiederum zehn Jahre später erfolgte der Umzug in die Sandstraße 36 - ihr heutiges Domizil.

2014 feierte die Frauengruppe Wesel, im Folgejahr die Frauenberatungsstelle ihr 30-jähriges Bestehen. Der geschäftsführende Vorstand kümmert sich ehrenamtlich um alle Belange der beiden Einrichtungen. "Dies ließ sich in der Vergangenheit mit Hilfe sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Vorstandsfrauen gut bewältigen.", so Bovenkerk. Doch jetzt scheiden zwei bewährte Kräfte aus: Martina Peipe-Termath und Helena Kromhout ziehen ihrem wertvollen Wirken zurück - ebenso drei weitere Vorstandsfrauen.

Um den Fortbestand der Frauenberatungsstelle und des Mädchentreffs in Wesel zu sichern, hat die Frauengruppe Wesel kürzlich Gespräche mit der Stadt Wesel initiiert. Diese wertschätzt die Arbeit der Gruppe sehr: Die Beratungsstelle erhält jährlich 22.500 Euro aus dem Stadtsäckel, 85.000 Euro aus der Landeskasse und 1000 Euro vom Kreis kommen dazu. Der Mädchentreff ist der Stadt eine Förderung von 33.000 Euro pro Jahr wert.

Da dem Verein ein Konfessionsunabhängiger, in der Frauen- und Mädchenarbeit erfahrener Träger wichtig ist, soll die Trägerschaft durch die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wesel im Sinne der Frauen und Mädchen fortgeführt werden.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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