Ein Landwirt aus Kirchhellen hatte Jäger und Weidetierhalter zum Mahnfeuer gegen Wölfe eingeladen
NABU Kreis Wesel: "Wolfsfeuer: Panikmache pur"

"Landwirt Bernhard Steinmann aus Kirchhellen hatte Jäger und Weidetierhalter zum Mahnfeuer gegen Wölfe eingeladen. Alleine 150 Jäger sollen vor Ort gewesen sein. Wofür dieses umweltschädliche Großfeuer?", schreibt die NABU-Kreisgruppe Wesel.
  • "Landwirt Bernhard Steinmann aus Kirchhellen hatte Jäger und Weidetierhalter zum Mahnfeuer gegen Wölfe eingeladen. Alleine 150 Jäger sollen vor Ort gewesen sein. Wofür dieses umweltschädliche Großfeuer?", schreibt die NABU-Kreisgruppe Wesel.
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"Landwirt Bernhard Steinmann aus Kirchhellen hatte Jäger und Weidetierhalter zum Mahnfeuer gegen Wölfe eingeladen. Alleine 150 Jäger sollen vor Ort gewesen sein. Wofür dieses umweltschädliche Großfeuer?", schreibt die NABU-Kreisgruppe Wesel.

"Herr Steinmann, einige Jäger und Nutztierhalter glauben ernsthaft, der Wolf sei eine große Gefahr für Wild und ihre Nutztiere. Wissenschaftlich ist europaweit belegt, dass dies ein Ammenmärchen ist. Durch etliche Kotproben der Wölfe in ganz Deutschland ist nachgewiesen, dass es sich bei der Gesamtbeute nur um 0,5 Prozent Nutztiere handelt, die der Wolf zur Strecke bringt.", heißt es seitens der NABU-Kreisgruppe.

Klimawandel die größte Gefahr

"In Wirklichkeit ist heutzutage die größte Gefahr für Nutztiere und Co. der weiter fortschreitende Klimawandel. Wenn sich die extremen Hitzeperioden der letzten drei Jahre auch in den nächsten Jahren weiter so entwickeln, wird nicht mehr ausreichend Grünfutter, insbesondere für Kühe, Rinder, Schafe, Pferde und Co. zur Verfügung stehen. Das wird zwangsläufig auch dazu führen, dass wesentlich weniger Nutztiere gehalten werden können.

Landwirt Steinmann behauptet, dass sich der Wolf hier mittlerweile vorwiegend von Nutztieren ernährt. Auch dies ist vollkommen falsch. Das ist Rufmord, da es sich dabei am Niederrhein bestenfalls um 2 bis 3 Prozent von der Wolfsbeute handelt, so das LANUV und andere wissenschaftlich arbeitende Wolfsforscher. Gleichzeitig wünschen sich der Kirchhellener Landwirt und seine Mitstreiter die Anzahl der Wölfe auf 1500 Tiere in Deutschland zu deckeln. Dies sei genug für die Artenvielfalt. Wie vollmundig können diese Leute Populationseinschränkungen fordern, ohne auch annährend eine wissenschaftliche Grundlage dafür zu haben.", kritisiert die Kreisgruppe und fügt weiter hinzu:

Ausgetrocknete Vegetation

"Nicht nur in unserer Region ist der Wolf das beste Regulativ, um unser Wild in Wald und Flur auf ein vernünftiges Maß für die Ökosystem-Leistungen der Natur zu bewerkstelligen. Die Überpopulation von Reh, Rot-und Schwarzwild sind allein durch die Jagdausübungsberechtigten nicht einzudämmen. Dadurch erleidet insbesondere der natürliche Jungaufwuchs insbesondere von Naturwäldern große Schäden.", so die Naturschützer.

Genehmigungen für "Wolfsfeuer"

"Geradezu unfassbar ist es, dass dieses Wolfsfeuer als Mahnwache gezündet wurde. Wer in Zeiten des Klimawandels so etwas veranstaltet, hat wohl nicht begriffen, dass dies zusätzlich die Klimaveränderung antreibt. Außerdem hätte ganz leicht die ausgetrocknete Vegetation durch Funkenflug im unmittelbaren Umfeld in Flammen aufgehen können.

War dieses Feuer überhaupt genehmigt? Das ist heutzutage eigentlich gar nicht mehr möglich. Der NABU wird dies überprüfen lassen.", heißt es abschließend.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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