Politik und Verein bemühen sich um den Erhalt der Rheinbrücken-Ruine

Treffen der Weseler SPD Fraktion und der Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen e.V.

Die Eisenbahn-Rheinbrücke in Wesel wurde von 1872 bis 1874 errichtet.
Mit einer Gesamtlänge von 1950 war sie zu Zeit der Erbauung die längste Rheinbrücke überhaupt.
Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg durch die deutsche Wehrmacht verblieben
vor allem große Teile der beiden sogenannten Vorlandbrücken.
Die Brücke wurde nie wieder aufgebaut und ist mittlerweile ein geschütztes, historisches Denkmal und Bestandteil der Route der Industriekultur.

Auch wenn die Brücke heute somit ihrer eigentlichen Aufgabe, Zügen die Rheinüberquerung zu ermöglichen, nicht mehr nachkommt, ist sie dennoch mehr als „nur“ ein Denkmal. Vereine und eine Gastronomie sind bereits seit Jahrzenten „Untermieter“ der Brücke. Es entstanden Vereinsräume, Werkstätten, Flugzeughallen und das traditionelle Ausflugslokal „Tante Ju“.

Größter Einzelnutzer sind hier die Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen e.V..
Ein großer Teil der alten Brücke auf Weseler Seite ist Heimat des Flugvereins.
Auch wenn das Bauwerk damals zu großen Teilen aus hart gebrannten Ziegelsteinen, fast für die Ewigkeit, erbaut wurde, zeigt sich heute immer deutlicher ein Verfall der Ruine.
Dieser ist beim Spaziergang entlang der Brücke kaum ersichtlich, für die Brücke selber aber nicht weniger bedrohlich.
Vor allem das Einsickern von (Regen-) Wasser und Feuchtigkeit hinterlässt immer mehr Spuren an dem historischen Bauwerk.

Bereits vor vielen Jahren haben die Luftsportfreunde damit begonnen Teile der Brückenbögen, auch zum Schutz der darunter befindlichen Räumlichkeiten, gegen diese Gefahr zu schützen.
Dazu wurden einzelne Brückenbögen mit einer Dachkonstruktion versehen. Nur damit wird das Gemäuer dauerhaft gegen die eindringende Feuchtigkeit geschützt.
Trotz Unterstützung von Stadt und Sponsoren stemmte der Verein bisher die entstehenden Kosten zum größten Teil selber.
Um einen weiteren, großen Teil der Brücke zu schützen ist auch eine weitere, die bisher großflächigste Errichtung einer Dachkonstruktion unabdingbar. Die dadurch entstehen Kosten wurden trotz hoher Eigenleistung des Vereins mit über 40.000€ kalkuliert.
Eine Summe, die von den Luftsportfreunden alleine nicht getragen werden kann.
Der Vereinsvorstand wandte sich mit Bitte um Unterstützung an die Politik.

Am vergangenen Samstag nutzen dann Ludger Hovest und Rolf Blommen von der Weseler SPD Fraktion die Möglichkeit , das Thema vor Ort, gemeinsam mit der örtlichen Presse, zu begutachten und zu diskutieren.
Mitglieder des Vereines, darunter die beiden Vorsitzenden Achim Strobel und Sascha Kujath, begrüßten die Anwesenden und schilderten die Problematik.
Ludger Hovest sagte Unterstützung zu und betonte die Bedeutung des Flugplatzes und der Aue Region für die Stadt. Der Flugplatz ist ein Aushängeschild, welches in dieser Art seines Gleichen sucht. Nach Vorstellung Horvests gehört der Flugplatz mit seinem Umfeld (Hafen, Rheinbad…)
zum aktiven Freizeitbereich der Aue. Dagegen steht dann der eher ruhigere Teil um den Auesee , mit seinen Spazierwegen und Sportmöglichkeit, aber vor allem viel Platz für die Natur.

Abseits des Pressetermins mit der SPD haben bereits auch die Ratsfraktionen der CDU und der Grünen ihre Unterstützung für die Luftsportfreunde zugesagt. Gemeinsam mit Stadt, Land und Sponsoren soll hier nun eine Lösung gefunden werden. Die Aussichten sind gut und alle Beteiligten blicken optimistisch auf das geplante Projekt zum langfristigen Schutz des Industrie Denkmals Eisenbahnbrücke Wesel.

Autor:

Sascha Hübers aus Wesel

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